Kategorie: DIY (Seite 3 von 6)

Faden, Fäden, Wolle, Stoff

Ein Rock zu Leonhardi – Trachtenrock selber nähen

Trachtenrock selber nähenIn meinem Beitrag über die Tölzer Leonhardifahrt habe ich ja schon erwähnt, dass ich mich trachtenmäßig dem Landleben ein wenig angenähert habe. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben, dass ich sehr wohl Tracht besitze. Das trägt man in München genau einmal im Jahr: Firmenausflug Oktoberfest.

Oder – für die ganz Harten – Starkbierfest Nockherberg.

Dabei ist der Landhauschick ein weit gefasster Begriff. Von Plastik-Dirndl-Grauen bis hin zu den Must-Haves der ersten Herbsttage. Also: ein modisch weit gefasster Begriff. Ich habe ein wenig herumüberlegt….

Für mich war dann aber schnell klar: ein Rock muss her.

Nicht zuletzt deswegen, weil die Rockmacherin hierzulande große Wellen schlägt, aber ihre ganze Kollektion eine Preiskategorie erreicht, die man trotz heimischer Produktion und lokalen Stoffen nicht so einfach ausgibt.

Aber das Nachnähen ist gar nicht nur auf meinen Mist gewachsen. Hier ein sehr schöner Beitrag von einer anderen Bloggerin: >KLICK<

Trachtenrock nähen Rockmacherin

Nun aber zu meinem Rock.

Der Schnitt ist von hier.

Den Bund habe ich ein wenig verlängert.

Und mit den Falten, da habe ich mich ja lange beschäftigt.

Trachtenrock nähen Kellerfalte

Der erste Trick ist, dass man einen schweren Stoff nimmt. Ich habe Leinen verwendet.

Der zweite Trick ist, dass man die Falten sehr tief legen sollte…und auch nicht zu viele. Ein Rock in dieser Länge hat schnell etwas mädchenhaftes. Da muss man aufpassen, dass er nicht zu sehr *aufspringt* bei zu vielen kleinen Falten.

Ich würde bei einem zweiten Versuch zuerst die Passe nähen und dann den Stoff für den Rock  in Falten legen ohne den Stoff vorher geschnitten zu haben. In diesem Schnittmuster sind die Falten nämlich sehr klein. Für einen Trachtenrock daher eher schwierig.

Bei Leinen braucht man eigentlich keine Overlock, es läßt sich sehr gut  mit einer Nähmaschine nähen. Allerdings habe ich für den Reißverschluss hinten einen nahtverdeckten Reißverschluss verwendet…und da gibt es so ein kleines geniales Füßchen dazu…Näheres hier.

Rock_Tracht

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es ist kein Dirndl, aber mit einem Mieder getragen für mich eine schöne Alternative. Ein wenig stolz stelle ich ihn zu den anderen in die Sammlung zu Rund ums Weib.

Outdoorjacken selber nähen – cold stopper ottobre 4/2014

Ottorbe 4 2014 cold stopper headerEin großes Nähprojekt im November waren die Outdoorjacken der Jungs. Meine Kinder sind 3 Jahre alt und haben jetzt Größe 104. Eigentlich passen ihnen auch Sachen in kleineren Größen, aber ich kaufe nichts mehr unter 104.

Der Schnitt ist aus der Ottobre 4/2014. Diese Zeitschrift habe ich inzwischen abonniert, denn vor allem die Kinderschnitte sind sehr gut umzusetzen. Nach ein paar Ausgaben hat man ein schönes Sortiment an verschiedenen Möglichkeiten, die man eigentlich immer wieder verwenden kann.

Der Schnitt des sog. *cold stopper* ist eigentlich für Fleece gedacht, aber ich wollte eine regensichere Variante aus Softshell.

Ottobre 4 2014 cold stopper

Den Softshell habe ich bei extremtextil bestellt. Ein sehr gutes Material ist da gekommen. Gut zu verarbeiten und sehr schön zu tragen. Die Neonfarben finde ich toll, da im dunklen Nieselwetter jetzt die Kinder gut zu sehen sind.

ottobre 4 2014 cold stopper 3

Genäht wurde das Ganze mit einer Nähmaschine ( Elna 6600) und einer Overlock-maschine (babylock). Das Material verzieht sich aber gar nicht so schlimm, deswegen ist es wohl auch mit einer guten Nähmaschine zu nähen, ohne dass man wahnsinnig wird. Allerdings macht man ja *Löcher* in die Membranschicht, deswegen ist es zu empfehlen bei diesem Material auf alle Fälle eine Jersey-Nadel zu nehmen. Damit man nicht zu große Löcher sticht.

Ottorbe 4 2014 cold stopper 2

Da das Material wirklich toll ist, hat der Papa eine ähnliche Jacke bekommen – ohne Neon. Der Schnitt ist ein furchtbar konservativer, aber ich wollte eine Jacke, die ich ein bisschen ähnlich abwandeln konnte und man nicht auf den ersten Blick, aber auf einen zweiten sieht, dass die Jacken irgendwie zusammengehören.

kwik sew K4017

Schnitt ist Kiwi sew K4017.

Ab damit zu made for boys – eine schöne Zusammenstellung für Jungsklamotten.

 

Unter Frauen: Teure Nähmaschinen

Nähen_AngebereiIch blättere durch einschlägige Nähzeitschriften. Ein bisschen muss ich schmunzeln, denn die Sachen in Zeitschriften sehen immer so easypeasy aus, mit den perfekten Nähten. In den Beschreibungen wird dann vorsichtig auf spezielle Maschinen wie eine Overlock hingewiesen, aber im Prinzip kann man das alles natürlich auch mit einem elastischen Zickzackstich der Nähmaschine nähen. Theoretisch möglich, aber das Ergebnis wird nie nie so perfekt aussehen wie das Beispielsbild. Da wurden auch noch andere Maschinentypen zusätzlich herangezogen. Ich erkenne es an Stichen, die man so nicht hinkriegt. Eine Augenwischerei.

Aber die Herausgeber dieser Zeitschriften kennen ihr Publikum. Sie wissen ganz genau, dass es hauptsächlich Frauen sind, die diese Sachen nachnähen. Was wäre, wenn da stehen würde, dass man dieses Modell mit 3 verschiedenen Maschinentypen genäht hat, die alle mindestens bei 1000 € Verkaufspreis anfangen? Das würde beim Zielpublikum gar nicht gut ankommen, denn die meisten Frauen, die ich kenne, nähen mit nur einer Maschine, die meistens alt und vererbt oder neu und preisgünstig ist.

Klar, wer zu nähen anfängt, der benutzt keine teure neue Maschine. Ich selbst habe gut 5 Jahre mit einem vererbten Modell ganz gut gelebt, aber ich versuche mich mit einem Beispiel.

Stellt euch vor, das Nähen ist ein Berg und die Nähmaschine euer Mountainbike. Jetzt kommt ihr mit dem alten Fahrrad eurer Oma daher. Das kann ein Kraftaufwand werden. Manche Projekte sind auch eher kleine Hügel, aber wer mal echt in die Höhe will, der schafft das ohne richtiges Mountainbike nun mal nicht. Da hilft auch die beste Körperliche Fitness nichts mehr. Das Ding wird zusammenbrechen.(Nicht alle Oma-Fahrräder. Es gibt jene Glücklichen, die diese alten schweren Industriemaschinen geerbt bekommen und nur gerade oder Zickzack nähen können, aber dafür schnurrt dir das Ding selbst durch mehrere Stofflagen problemlos.) Das ist aber eher selten.Meistens ist es ein elegantes Stadtfahrrad mit einem Hauch Vintage. No chance to reach that mountain.

Aber die Frauen, die ich kenne, die zweifeln dann eher an ihrer Fitness. Ich kann nicht so gut nähen. 

Ich frage mich dann, wenn ich mir das alte klapprige Omafahrrad ansehe und das Zugspitzen-Nähprojekt, ob das echt ihr Ernst ist.

Unter Frauen ist es aber auch unschicklich, auf das verwendete Material hinzuweisen. Du wirst das auch nie nähen können, aber das hat nichts mit deinem persönlichen Können zu tun, sondern damit, in eine bessere Maschine zu investieren. NO GO. Geht mal gar nicht. Bei den nähenden Frauen kommt es nämlich auch darauf an, ob sich das alles lohnt. Da werden dann die Preise der industriell hergestellten Waren verglichen mit dem, was man so verbraucht, um etwas Ähnliches herzustellen. Irgendwie ist das Ziel nämlich, dass man beim Nähen weniger verbraucht. Dazu gehört Maschine, Stoff und Garn. Ihr wisst schon, unter welchen Umständen diese Shirts hergestellt werden?

Ein T-Shrit zu nähen, bei dem man einen Stoff verbraucht, der im laufenden Meter über 15 € kostet und dann dazu Maschinen verwendet, die teuer sind, da schütteln die meisten Frauen verständnislos den Kopf. Das lohnt sich doch nicht.

Kosten/Nutzen-Rechnungen sind beim Nähen äußerst bedeutsam. So, als ob man das nicht nur zum Spaß machen darf.

Ich frage mich, ob das auch so ein großes Thema wäre, wenn Nähen kein weiblich dominiertes Hobby wäre, sondern ein männlich dominiertes.

Ich überlege, ob ich ein Hobby kenne, dass bereits männlich dominiert ist und bei dem ich den Habitus dazu irgendwie kenne. Ich weiß, was für teuren Scheiß mein eigener Mann machmal anschleppt. Supergeile Bohrmaschine. Er hat dazu einen Handwerker ausgefragt, welche Marke denn nun die beste wäre. Seinen Schatz hat er dann stolz herumgezeigt. Anerkennendes Nicken war die meiste Antwort. Ich frage ihn dazu aus. Es guckt ein bisschen irritiert. Nein, eine geile Bohrmaschine heißt unter Männern eher, dass man ein Macher ist. Völlig egal, ob man auch tatsächlich was macht.

Ich erinnere mich an verschiedene Grillparties diesen Sommer über und die Gruppe Männer, die bewundernd vor dem einen oder anderen Grill stand.

Kaffeemaschinen! Ja, Kaffeemaschinen werden mir auch meist voller Stolz von Männern präsentiert. Dreifachschaum, Bohnenfach, Tassenvorwärmer. Die dazu gehörende Ehefrau rollt belustigt mit den Augen.

Flachbildschrime, Computerkram, Soundanlagen. Ok, ich höre auf.

Ich glaube, wenn Nähen ein männlich dominiertes Hobby wäre, so würden mir wohl in den von mir besuchten Nähkursen blinzelnd teure Maschinen entgegengrinsen. Schneider würden ausgefragt, welche die beste Maschine auf dem Markt sei und vielleicht würden in diesen Nähzeitschriften stehen, welche Naht tatsächlich mit welchem Maschinentyp genäht wurde.

Bei dem Text komme ich mir vor wie eine Verräterin. Eine Angeberin mit teuren Maschinen zu Hause, die auf Frauen herabblickt, die sich nicht das geeignete Material leisten können. Aber ich will gar nicht, dass es sich so anhört,aber ich weiß auch nicht, wie ich es anders sagen soll. Ich bin halt eine Frau. Ich komme nicht raus aus meiner Haut. Ich denke auch an die Kosten/Nutzen-Rechnung beim Nähen. Gleichzeitig denke ich, dass die Frauen mit den Kaffeemaschinen, den Flachbildschirmen, den teuren Bohrmaschinen schon auch die Asche für Maschinen hätten. Aber man will das gar nicht. Der Habitus unter den Nähenden ist stark. Was geht und was nicht geht. Männer mit teuren Bohrmaschinen sind die Macher. Frauen mit teuren Nähmaschinen sind halt die Angeberinnen, völlig egal, ob sie berufstätig sind und sich den teuren Scheiß selber kaufen können. Bilder sind stark. Ich will aber, dass Frauen einfach mal sagen, dass sich der ganze Nähkram nicht zu lohnen braucht. Dass es einfach Spaß macht. Dass man sich eine einfache Maschine gekauft hat, um damit in der Landschaft herumzuradeln. Dass man auf die Zugspitze möchte und deswegen eine teure Maschine gekauft hat. Und in der Gruppe der umstehenden Frauen kommt dann nur wohlwollendes Nicken. Eine Macherin. Toll.

Versteht irgendjemand, was ich meine?

Das Kleid meiner Träume: Nähen mit der Overlock

Burda 7148 der eine KleidDiesmal ist es so, wie ich es wollte. Ein Kleid, dass ich einfach gerne trage. Schlicht, modisch, schwerer Jersey, Kapuze und Taschen.

Burda 7148 Schnitt

Dabei habe ich mich an verschiedenen Verziehrungsstiche meiner Overlock versucht.

Flatlock

Burda 7148 Flatlock

Eine Flatlock verbindet zwei Stoffteile. Auf der einen Seite ist der Ober- und Unterfaden zu sehen, allerdings ist der Faden, der mit der Nadel genäht wird, so *locker* eingestellt, dass sich dieser beim Auseinanderziehen zu einer Art *Treppenmuster* entsteht. Man muss den Stoff also rechts auf rechts legen. Ich sehe den Stich oft bei industriell hergestellten Kinderkleidern.

Biesen

Burda 7148 Biesen

Biesen sind abgesteppte Falten, die meistens bei Blusen oder eben auch bei Trachten verwendet werden. In Jerseypullovern findet es sich selten. Schade, gibt einen ziemlich futuristischen Look. Diese Biesen habe ich ohne Messer mit einem 3-Faden-Rollsaum genäht.

Der Grundschnitt ist von Burda. Nr. 7148

Eine klare Buchempfehlung zu dem Thema *Overlock und Coverlock*

Anders als früher, benutze ich keine auffälligen Stoffe. Am Anfang habe ich mir gedacht, dass das Ganze wohl zu *langweilig* ist, um es zu nähen. Warum nähen, wenn man diese Art auch kaufen könnte? Aber ich nähe ja nicht, um aufzufallen, sondern um mich in den Klamotten wohlfühlen. Und irgendwie ist das der richtige Weg für mich. Keine super hippen auffälligen Klamotten, sondern einfarbige Stoffe mit kleinen Details versehen.

 

Burda 7148 Selfie

 

Burda 7148 selfie 2

Eine große Quelle für schöne Sachen ist RuMs: >klick< Diese Woche bin ich wieder dabei.

Burda 7148

Eine Stunde für ein selbst genähtes T-Shirt

#onehourtopLange hatte ich diesen Stoff herumliegen und habe nach Schnittmuster dafür gesucht. Lange.

Das Problem war, dass ich nicht sehr viel Stoff hatte, aber zu viel, um ihn vollständig zu ignorieren.

#onehourtop

Irgendwo in den Tiefen des Netzes habe ich das One hour top von fancy tiger crafts gefunden.

Ein glücklicher Fang.

#onehourtop

An einem Abend war es genäht. In der DIY-Sprache ist das tatsächlich eine Stunde.

mit Bündchenstrick habe ich die Bündchen an Arm, Hals und Hüfte angenäht. Dabei rechnet man mit einer Länge von 0,7 X *Lönge des anzunähenden Teils* plus 2 cm Nahzugabe. Das Ganze zu einem Schlauch zusammennähen und dann das Bündchen so herumziehen, dass es passt.

Hier könnt ihr euch noch andere Ideen holen: Rund ums Weib

Elefantös – die Elefantenparade aus Stoff- DIY

Elefantös 1Diese Jahr war Babyalarm in unserem Freundeskreis. Also habe ich mich auf die Suche nach passenden Geschenken gemacht. Und bin auf einen Elefanten gestoßen.

Ursprünglich kommt die Idee daher, dass eine Freundin dieses Jahr ein Kind bekommen hat und sie in ihrer Schwangerschaft dünnhäutig wie ein Elefant war, ebenso hat sie dieses Kind gefühlte 20 Monate ausgetragen und ja, darauf passt auch du, Sandra, vor allem der Teil mit den 20 Monaten, aber keine Sorge, ich habe dich nicht für so dünnhäutig gehalten.

Ich habe dann aber auch Elefanten für meine Kinder machen müssen…und gleich für andere Zwillinge mit und dann war da noch das Lenalein, dass auch einen Elefanten zum Geburtstag bekommen hat…alles keine Babys, aber Kleinkinder….und als mein Bruder dann angefangen hat zu fragen, warum er keinen Elefanten bekommt. OK, es waren viele. Ich sehe meine Fotos durch und habe gar nicht von allen Varianten ein Foto gemacht vor dem Verschenken. Vielleicht lesen aber ein paar Beschenkte mit und senden mir auf info@fadenvogel.de ein Foto, dass ich später noch hier einfügen kann.

Hier die Elefanten-Eckdaten für die Inspiration im Netz:

Schnittmuster von farbenmix

Füllmaterial

Und mal sehen, was es alles sonst noch gibt an DIY beim creadienstag und den Dienstagsdinge.

Nightingale Socks …total übertrieben

Nightingale Socks übertriebenWenn ein Strickprojekt scheitert, dann bin ich erstmal frustriert. Aber man nimmt auch nicht 10 kg ab, während man ein Kleidungsstück für sich strickt. Obwohl ich selbst an mir keine Veränderung sehe, so ist es doch so, dass einige Sachen plötzlich nicht mehr passen oder wieder passen. So ist es  diesen Socken ergangen. Sie waren von Haus aus schon groß, aber jetzt sind sie zu groß.

Nightingale Socks zu großIch habe mich in Rage gestrickt und nicht mehr aufgehört. Irgendwann die Anleitung vernachlässigt und jetzt habe ich Overknees in Größe 52. Das ist frustrierend und auch nicht, denn eine Abnahme ist ein Erfolg für mich. Die Auswirkung auf die Socken ein Misserfolg.

Gemischte Gefühle, um eine Erfahrung reicher.

Nightingale Socks doneIch stricke meistens leider ausgefallene Sachen, die ich eigentlich nie trage. Ganz oft habe ich kompliziertes Strickwerk in die Altkleidersammlung gegeben, weil ich es an mir dann hässlich fand.

Die Balance, an einem Projekt zu sehen, dass es mir auch steht und das ich es nicht nur gerne stricke, sondern auch gerne trage, fehlt mir noch. Mein neustes Projekt versucht diese Balance zu halten….ich habe es extra ausgewählt mit Blick auf: Das könnte ich gerne tragen…und stricken. In Kürze stelle ich es mal vor…

creadienstag, Dienstagsdinge

T-Shirt-Quilt aus alten Kindersachen nähen

t-Shirt-Quilt Anleitung 11Juhu, ich habe hier ein Projekt, dass ich lange lange schon auf der Agenda hatte. Ich habe ja Zwillinge und diese besitzen einen Haufen Kleidung. Einen Teil der Kleidung habe ich gesammelt, um diese a) weiter zu verleihen b) ihn einer Freundin zum Verkaufen zu überlassen oder c) für eventuelle weitere Kinder zu haben.

Punkt c habe ich jetzt aufgegeben. Nicht, dass ich nicht glaube, dass ich Kinder haben werde, sondern, weil man ja nicht weiß, welches Wetter sie in welcher Größe haben werden….

Einige Shirts sind bei mir mit echten Erinnerungen verbunden. Das erste Mal am Strand, Urlaub, hundertmal in der Hand gehabt…usw. Deswegen fiel es mir schwer, sie einfach in die Kisten für a oder b zu packen…ein Quilt daraus zu machen schwebte mir schon lange vor..

Da eine Freundin jetzt auch Zwillinge bekommen hat, wurde aus den Shirts ein Quilt…

Wir haben 25 T-Shirts gehabt und sie mit einem Rollschneider in Quadrate geschnitten. Die Ärmel wurden auch abgeschnitten.

Danach habe ich die Quadrate zusammengenäht. Ich habe aus jedem Shirt 2 Teile herausbekommen, von Vorder- und Rückseite des T-Shirts.

Als Hintergrundstoff habe ich einen Cordstoff verwendet. Der ist nicht so flexibel wie der Jersey und deswegen dachte ich mir, dass damit die Sache mehr in Form bleibt.

Als Vlies habe ich ein dünnes Naturprodukt verwendet. Aus Soya, glaub ich. In gut sortierten Patchworkläden kann man sich das gut auswählen. Nicht zu dick kaufen! Der Quilt wird nicht klassisch gequiltet, sondern verstützt. Das bedeutet, dass man die drei Lagen zusammennähen muss und das ist nicht jeder Nähmaschine so klar…

Zum Fixieren habe ich Sprühstoffkleber verwendet, aber nur für den Teil, wo das Vlies auf der linken Seite des Oberstoffes liegt. Alle drei Lagen habe ich zusätzlich mit Sicherheitsnadeln zusammengehalten. Des Mix hat es ganz gut beim Nähen festgehalten, denn das größte Problem ist, dass die Stoffe anders als bei Baumwolle beweglich sind und ein so großes Teil sich gerne verzieht.

Für Jersey verwendet man am besten eine Overlock-Maschine. Wer viel Kinderkleidung näht, hat diese vielleicht auch – ansonsten habe ich schon gesehen, dass man sich einen Nähplatz an einer Overlock-Maschine mieten kann.

Am Rand bleibt ein Teil offen, der dann mit der Hand geschlossen wird. Nach dem Umstülpen….

Zur Zierde habe ich die Ärmel am Rand mit eingenäht. Das hat eigentlich ganz gut geklappt. Das nächste Mal verwende ich kleine Kindersocken für den Rand…

Dieser Beitrag geht zum Made for boys und Creadienstag.

Die DIY 20-Minuten-Palazzo-Hose

Aus meinem Stoffvorrat habe ich noch einen roten Jersey hervorgezogen. Gerade richtig für folgendes Projekt:

Okay, es hat bisschen länger gedauert als 20 Minuten. Und so, wie der Stoff fiel, war er mir bisschen zu kurz unten. Deswegen habe ich kurzerhand einen dünnen, durchsichtig Stoff aus dem *Tücher*vorrat meiner Jungs genommen (ein Spielzeug, dass ich ihnen mal als Babys genäht habe…so durchsichtige dünne Tücher) und ihn drangenäht. Ein bisschen eng ist sie geworden, aber der fette Vogel is ja noch auf dem Weg…insgesamt ein nettes kleines Projekt für heiße Tage und das Tutorial war auf jeden Fall gut zu folgen.

Hose Palazzo 1

Hose Palazzo 2

Hose Palazzo 3

Hose Palazzo 4

Hose Palazzo 5

Hose Palazzo 6

Hose Palazzo 7

Hose Palazzo 8

Ein RUmS zum heutigen Donnerstag…

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