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    Samstagskaffee

    Zwischen 2014 und 2015 habe ich mal an einer wöchentlichen Blog-Plauderrunde teilgenommen. Jeden Samstag sollte man sein Getränk fotografieren und ein paar Gedanken zur Woche dalassen. Ich vermisse dieses Ritual immer noch. Ohne Verlinkung und große Publikum ist jetzt mein neuer Samtagskaffee, denn keiner hält mich davon ab, dieses Ritual einfach wieder aufzunehmen. Die Kinder dürfen Samstag morgen mit dem Ipad spielen, das Käferle knuddelt mit dem Papa und die Sonne schaut auch wieder raus. Zeit, über die Woche nachzudenken. Ich bin für 4 Wochen Säugling ziemlich unterwegs: Spielnachmittag bei einer Freundin mit den Jungs, Abschiedsgottesdienst im Kindergarten, der Versuch, einkaufen zu gehen… Klar, ist auch nur ein Säugling zu…

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    Vera und Peter, Teil 2

    Vor einem Jahr trennten sich Vera und Peter. Ich habe euch davon erzählt. Seitdem trennte sich keiner mehr. Es war kurz ein Ducken unter meinen Freundinnen zu bemerken. Ja, ich kann es nicht anders ausdrücken. Es war ein Ducken. Man ging in Deckung, ob es jetzt ein Trennung-Rundumschlag gäbe oder nicht. Vera ist verschwunden. Sie und die Kinder, wobei Kinder. Schon damals war Emma ein halber Teenager. Sie ist nur noch selten auf Facebook zu sehen. Manchmal kriege ich ein Instagram-Foto verlinkt. Ein Croissant auf einem Teller, Blumen auf einem Tisch, irgendein Park. Nepomuk-Leons Kindergeige. Aber richtig gesprochen oder auch nur gechattet haben wir lange nicht mehr. Peter und Marta…

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    Erzähl mir von deinem Auszug von Zuhause

    Alle wollen vorwärts kommen. Zukunft, Kind, Karriereplan. Immer geht es um das Morgen. Aber wie war dein Leben denn, als du ein Kind warst? Wie war es denn als Teenager? Erzähl mal. Larissa vom No Robots Magazine, Roxana vom early birdy und Sabine vom fadenvogel tauschen jeden ersten Sonntag im Monat Erinnerungsstücke aus. Ein Thema – drei unterschiedliche Texte, drei unterschiedliche Frauen, drei unterschiedliche Leben. Ich bin öfters von Zuhause ausgezogen. Das erste Mal mit 18 Jahren. Natürlich bin ich danach nicht mehr in mein Kinderzimmer eingezogen, aber ich hatte dann schon immer mal wieder in meinem Leben das Gefühl, ich würde von einem *Zuhause* ausziehen. Aber die Frage ist…

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    Mein eigener Geburtstag

    Dieser Tage bin ich wieder ein Jahr älter geworden. Das ist gut. Ich bin dann ganz gerne weg. Im Urlaub. Feiern ist nicht so mein Ding. Obwohl, manchmal schon, aber ich feiere nicht so gerne auf Befehl. Meine Kinder sprechen schon seit einem halben Jahr von ihrem Geburtstag. Herrlich, wenn man ein Kind ist. Je älter man wird, desto mehr Verluste erleidet man. Den der Jugend ist am offensichtlichsten. Aber auch unbemerkte Narben. Ich habe einen Haufen Kaffeetassen. Von verschiedenen Studentenparties übrig geblieben, Geschenke zum Geburtstag, längst vergangene Freundschaften. Nicht alle gingen gut aus. Aber manchmal denke ich, es ist nicht notwendig, diese Tassen wegzuräumen. Es ist auch nicht notwendig,…

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    Kartenhalter für Kinder mit Täschchen für UNO

    Kartenspiele gehören weniger zu den beliebten Spielen hier. Dabei ist ein Haupthindernis, dass die Zwerge halt die Karten nicht *schön* halten können. Und deswegen habe ich mich mal auf die Suche gemacht, was pinterest und co. zu dem Thema *Kartenhalter* nicht alles zu bieten haben. Ich wurde fündig bei good weibs mit einem freebook/ Tutorial Keine Ahnung, wie es dem Rest der Welt geht, aber meine innere Vorstellungskraft geht nie so weit, dass mir die Sache beim bloßen Durchlesen eines Tutorials schon klar ist. Ich folge meistens Schritt für Schritt der Abweisung und denke dann zwischendurch: Ahhhh, ok….soso…. Deswegen bin ich sehr überrascht, dass der Kartenhalter so geklappt hat. Lese ich…

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    Augenblick mal, ich rede noch.

    Es gibt Menschen, die werden sich nie gut mit dir verstehen. Und meistens entscheidet sich das bereits im ersten Augenblick. Wie tief eine Beziehung überhaupt jemals werden kann. Obwohl man etwas anderes will, obwohl man vielleicht mehr oder weniger will. Das hört sich jetzt so einfach an. Ist es aber nicht. Weil es Charaktere gibt und halt Charaktere. Manchmal ist es total toll, jemanden zu kennen, der Vanilleeis am liebsten hat, während man selber Schokoladeneis bevorzugt. Ich weiß, plattes Beispiel. Aber vielleicht ist klar, was ich meine. Es gibt Einstellungen und Charakterzüge, die tun einem nicht weh. Die bereichern und öffnen dir einen neuen Blickwinkel auf die Welt. Auch wenn…

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    Erzähl mir von…deinem Berufswunsch als Teenager

    Alle wollen vorwärts kommen. Zukunft, Kind, Karriereplan. Immer geht es um das Morgen. Aber wie war dein Leben denn, als du ein Kind warst? Wie war es denn als Teenager? Erzähl mal. Larissa vom No Robots Magazine, Roxana vom early birdy und Sabine vom fadenvogel tauschen jeden ersten Sonntag im Monat Erinnerungsstücke aus. Ein Thema – drei unterschiedliche Texte, drei unterschiedliche Frauen, drei unterschiedliche Leben. Manchmal braucht man ja Jahre, um herauszufinden, mit was man eigentlich genau sein Geld verdienen will. Jeder hat auch meistens am Anfang einen anderen Gedanken. In die Welt hinauskommen, die Welt besser machen. Die ersten Gedanken zum Thema *Job* sind ja eher romantisch. Ein Goldschmied…

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    Erzähl mir von….deiner besten Freundin

    Alle wollen vorwärts kommen. Zukunft, Kind, Karriereplan. Immer geht es um das Morgen. Aber wie war dein Leben denn, als du ein Kind warst? Wie war es denn als Teenager? Erzähl mal. Larissa vom No Robots Magazine, Roxana vom early birdy und Sabine vom fadenvogel tauschen jeden ersten Sonntag im Monat Erinnerungsstücke aus. Ein Thema – drei unterschiedliche Texte, drei unterschiedliche Frauen, drei unterschiedliche Leben. Was ist das für ein Label? Die beste Freundin von jemanden zu sein. Voraussetzung für viele ist eine gemeinsam verbrachte Kindheit. Die verschütteten Geheimnisse und der Teenagerkampf, den man als Zeuge irgendwie mitgemacht hat. Ich kenne eine solche Frau. Wir schreiben uns ab und zu…

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    Beides fängt mit T an: Trump und Tupperware

    Zwei Stunden bevor die Welt dem peinlichstes Jackie-Kennedy-Double ever dabei zugesehen hat, wie sie ein Gastgeschenk an eine der modernsten Frauen der Welt überreicht hat und diese dann ein bisschen hilflos damit herumhantieren musst (was ICH ihnen *sprich den Amerikanern* hätte sagen können: Frauen, die östlich von Wien geboren wurden, tauchen nirgends auf ohne Pralinen oder so), fand bei mir meine erste Tupperparty statt. Ich finde, dass macht auf so vielen Ebenen Sinn, sich an einem solchen Abend mit Alkohol und Plastik zu beschäftigen. Ehrlich gesagt finde ich Tupperware völlig überflüssig. Ich friere mein gekochten Suppen in ausgekochten Marmeladegläsern ein und habe stets ein Sortiment an vonderletztenGrillfeierübriggebliebene Plastikschüsseln im Schrank, die ich dann…