The walking dead und der Song

Immer wieder kommt hier durch, dass ich am Rande von *being a nerd* herumschleiche. Am Rande. Denn ich kenne echte Nerds. Ich weiß, ich habe in einschlägigen Serien, Comics, Spielen und sonstigen Errungenschaften zu wenig Durchblick, um ein echter Nerd zu sein. Aber ich hab da so eine Ahnung. Ich bin ein Nerd-Tourist.

Ich habe einen Hang zu Apokalypse. Ich mag marode Bilder, eigene oder von anderen, ich mag Bücher über Zombies, manchmal sogar kitschige.

Und ich mag die Serie The walking dead.

Ursprünglich ein Comic, jetzt ein Hype in 7 Staffeln. Wir sind bei Staffel 6. Hinterher sozusagen, aber dennoch ziemlich weit dabei. Wir sehen Serien gerne durch und warten nicht eine Woche lang auf die nächste Folge. Zwei oder drei Folgen an einem Abend – das ist unser Ding.

Begonnen hat die Geschichte mit Rick Grimes, der in einem verlassenen Krankenhaus aufwacht. Er wurde als Deputy Sheriff angeschossen, lag wohl in einer Art Koma und wurde im Zusammenbruch der Welt vergessen oder für tot gehalten. Er wacht auf und begreift langsam die Postapokalypse um sich herum. Obwohl keiner in der Serie *Zombie* sagt, ist das passiert: Wer stirbt, der kommt als klassischer Zombie wieder. Tote, die die Lebenden aufessen wollen. Sie sind nicht besonders schnell, sie denken auch nicht mehr, sie reagieren auf Licht und Ton, und sie sind sehr sehr viele. Wie die Toten, verrottet auch die Welt um Rick Grimes. Er trifft auf eine Gruppe Überlebender, darunter sein ehemaliger bester Freund, seine Frau und sein Sohn. In 7 Staffeln wird der Überlebenskampf der Gruppe mit einem immer anderen Fokus gezeigt. Manche sterben und manche schließen sich der Gruppe an, andere verlieren sich wieder. Aber Rick und dem Kern der Gruppe bleibt die Serie treu. Sie suchen nach Antworten, dann suchen sie nach einem sicheren Schlafplatz.

Irgendwann sterben die Menschen nicht mehr, weil es Tote gibt, die sie auffressen. Irgendwann sterben die Menschen, weil sie von anderen Überlebenden getötet werden. War Lords führen Kriege um Ressourcen, manchmal spricht man auch einfach nicht miteinander. Alles, was du tust, hat direkte Konsequenzen. Meistens tödliche. Schuld überall.

Letztens drehte sich eine ganze Folge darum, dass eine Nebendarstellerin mit Namen Denise unbedingt einmal die schützenden Mauern verlassen wollte. Denise hatte die ganze Zeit über hinter diesen Mauer gelebt und so wundert man sich, dass diese *schwachen* Menschen mit ihren Zivilisationsproblemen die Apokalypse so weit überleben konnte. Das ist auch einer der Hauptkonflikte zwischen denen, die lange Zeit *draußen* waren und jenen, die innerhalb der Mauer lebten. Denise will das jetzt durchbrechen und geht mit zwei von der *alten Crew* nach draußen. Irgendwie ist dem Zuschauer aber schon klar, dass sie Essig ist.

Der Typ, der da den Pfeil geschossen hatte. Der ist kein Unbekannter. Er wurde ausgerechnet von dem gerettet, mit dem Denise da gerade gesprochen hat. So schließt sich der Kreis mal wieder. Wenn Daryl den Typen nicht gerettet hätte, dann hätte der auch seine Armbrust nicht stehlen können und hätte dann auch wiederum nicht Denise….und so geht es ständig. Jemand versucht, sich *richtig* zu verhalten und es ist am Ende trotzdem Scheiße. Es war nämlich augenscheinlich *richtig*, den Typen zu retten. Es gibt aber leider kein *Richtig* mehr. Die Verwahrlosung der zivilisatorischen Werte, die Regellosigkeit, das ist das Motiv, dass immer wieder durchgespielt wird. In unzähligen Variationen.

Denise stirbt also, mal wieder von einem Lebenden getötet statt von einem Toten gefressen zu werden. Sie liegt noch ne Zeit lang auf den Gleisen und die Gruppen bekriegen sich. Dazu kommt der eigentliche Aufhänger dieses Artikels. Ein Song. Ein Stück Soundtrack. Eine junge kanadische Sängerin mit einer ziemlich hohen Stimme. Nicole Dollanganger

Stark.

1 Kommentar

  1. Das finde ich eine schöne Aussage: Ich bin auch am Rande ein Nerd. Und weißt du, was ich auch schön finde: Am Ende von besagter Folge habe ich genau dieses Lied gegoogelt <3

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