Little fires everywhere

Auf amazon prime ist die Miniserie „Little fires everywhere“ abzurufen. Grundlage der Serie ist der gleichnamige und vielbeachtete Roman von Celeste Ng. Gestern habe ich die Miniserie zu Ende gesehen.  Ohne Frage steht jetzt dieser Roman auf meiner Leseliste. 

Reese Witherspoon hat sich mit ihrer Produktionsfima Hello Sunshine anscheinend früh die Filmrechte gesichert. Für Manche ist Witherspoon ja vor allem aus seichten Komödien der 90er Jahre bekannt. Eine nie zu altern scheinende Frau mit einem breiten Teenanger-Grinsen. 

Dieses Video hält eine Rede von Reese Witherspoon fest, dass sehr anschaulich erklärt, warum sie in die Produktion von Filmen und Serien eingestiegen ist. 

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Und nach einigen Erfolgen liegt jetzt also „Little fires everywhere“ vor. 

Die Geschichte spielt in einer amerikanischen Kleinstadt und beginnt damit, dass das Familienhaus der Richardsons abbrennt. Doch wie kommt es zu dem Brand? Die Serie springt nun zu verschiedenen Zeitpunkten der Vergangenheit. Zentral dabei ist die Figur der Elena Richardson (Reese Witherspoon).  Elena ist Mutter von vier Kindern, alle im Teenangeralter und führt ihr Haus, ihre Familie, ihr Leben mit Perfektion, denn sie hat seit jeher einen Plan: Folge dem Plan, und du machst alles richtig. 

Ihr erzählerisches Gegenüber ist Mia Warren (Kerry Washington). Der allein erziehenden Mutter vermietet Elena ein kleines Reihenhaus. Mia ist Künsterin, arbeitet in einem chinesischen Schnellrestaurant und es ist klar, dass sie und ihre Teenagertochter Pearl nicht gekommen sind, um zu bleiben. 

Die Kleinstadt Shaker Heights ist stolz auf ihre Geschichte: eine Planstadt mit strengen Regeln zur Höhe des geschnittenen Vorgartenrasens und mit der  Annahme, in ihren Schulen und auf ihren Straßen hätten Schwarze und Weiße die gleichen Rechte und Chancen. Der weiße amerikanische Liberalismus, verkörpert durch Elena Richardson, beginnt schnell, mit ihrer Colorblindness als Religion, in den Leben aller Protagonisten kleine Feuer zu legen. Elena weigert sich hartnäckig, irgendetwas in ihrem leben als weißes Privileg zu begreifen und sieht dadurch nicht die Ungerechtigkeiten. Sie ist gut im Verurteilen. Und zwar im Verurteilen anderer Mütter. 

Ihre eigene rebellische Tochter Izzy wünscht sich die Künstlerin Mia als Mutter, während Pearl sich in Elena als Mutter verliebt. Die beiden Frauen kämpfen mit ihren Mitteln um ihre Töchter, doch alles eskaliert, als plötzlich eine dritte Mutter in den Fokus der Aufmerksamkeit gerät: die aus China illegal eingereiste Bebe. 

Anhand ihrer Geschichte beginnt sich die Kleinstadt zu positionieren: Wer ist die bessere Mutter? Bei wem darf ein Kind aufwachsen? Bedeutet Geld in Kombination mit Liebe mehr als Armut und Liebe? Was passiert in einer weißen Oberschicht, wenn nicht sie es sind, die großzügig Rechte gewähren können (und auch wieder ganz schnell wegnehmen können), sondern Rechte  eingefordert werden? Wer das weiße Privileg nicht sieht, der sieht auch nicht, dass kleine rassistische Ungerechtigkeiten der einen Mutter zum Label „Gute Mutter“ verholfen hat und  der anderen eben nicht. Mit verheerenden Konsequenzen. 

Der Unterschied als kleine Geste: 70 cent

Dem weißen Mädchen wird die Busfahrt gestattet, obwohl ihr 70 cent fehlen. Diese Geste hat keine große Auswirkung auf ihr Leben. Oder vielleicht doch? Was wäre ihr passiert, wenn dem nicht so wäre? Interessiert nicht weiter, weil es EINFACH SO IST. Aber die Serie greift jene fehlenden 70 cent nochmal ein zweites Mal auf und was es für die Frau bedeutet hat, jene Geste nicht zu erhalten. Und nein, es ist nicht so plump und es geht wieder um eine Busfahrt und nein, es geht auch nicht um eine Vergewaltigung. Aber es wird euch auf jeden Fall schlecht dabei. 

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Hier ist der Trailer. Schaut es euch an. Es wird Fragen aufwerfen und Fragen beantworten. 

Littel fires everywhere erzählt von Frauen und ihren Töchter. Von Rassismus und Colorblindness, von Macht und Machtlosigkeit und einem brennenden Haus.

Sabine Rest

Sabine Rest

schreibt auf diesem Blog seit 2014 mal mehr und mal weniger.
Sie lebt mit ihrer Familie zurückgezogen auf dem Land.
Sabine kann besser nähen als backen und wenn schon backen, dann nur Brot.

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