10 Regeln für den gepflegten Saunagang

Sauna Bild_1Wer in die Sauna geht, der hat einige Regeln zu beachten.

1. Man duscht ausgiebig, bevor man die Sauna betritt.
(Warum das eigentlich? Schwitzige Menschen stinken doch sowieso…)

2. Man bringt ein großes Handtuch mit.
(Kein Schweiß auf Holz, bitte.)

3. Man schweigt in der Sauna.
(Wahrscheinlich ist es hierzulande schon nahe genug, jemanden nackt und schwitzend vor sich zu haben, da braucht man keinerlei intime Lebensdetails auch noch in einem Gespräch mitzuverfolgen)

4. Man grüßt kurz beim Betreten der Saune, wenigstens mit Kopfnicken.
(das habe ich aber auch schon anders erlebt.)

5.Man starrt auf keine Genitalien.
(Trotzdem kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass 90% der deutschen Saunagänger rasiert sind.)

6.Wer kurz nach dem Aufguß die Sauna verlässt, wird angeknurrt.
(Hitze ist doch das Ziel, macht also die Tür schnell zu.)

7. Keine Kinder
(Meine Kinder kennen schon das Saunieren und sie haben auch schon mal mitten in eine Saune reingepullert…war ausgesprochen peinlich…sie fanden es großartig)

8. Nach einem Saunagang ist dir erst richtig klar, wie gephotoshopt die Welt da draußen doch ist.
(Man darf nicht andere nackte Menschen offensichtlich angucken, aber es guckt doch wohl jeder. Außerdem finde ich es sehr erholsam, unter normalen nackten Körpern zu wandeln und nicht immer auf 16jährige Mädchen starren zu müssen, die mir irgendetwas verkaufen möchten. Haargel oder T-Shirts oder so)

9. Saunieren ist stets mit höflicher Distanz verbunden. Kein Ort für Flirtereien.
(Die Sauna an sich mit all ihrer Nacktheit ist so ausgesprochen unsexuell, das ist ein heiliger Kodex. Jungs, die an ihrer nackten Freundin drankleben, sind eigentlich zu jung für den Sport.)

10. Entweder man liebt es, oder man liebt es nicht. Die schwitzige Nacktheit unter Fremden. Wer nicht gerne in die Sauna geht, sollte sich die Frage stellen, warum. Nur wegen der Nacktheit oder wegen der Hitze?
(Ich mag es bedingt, aber nur, weil ich nicht gerne so lange im Heißen sitze. Allerdings finde ich es schon cool, so einen Reality-body-check und stelle immer wieder fest, dass die hübschen schlanken Mädchen sich verbissen mit ihrem Handtuch einwickeln. Je unmodelmäßiger ein Körper ist, desto freizügiger in der Regel sein Besitzer. Lang leben die Komplexlosen. Dass das so bleibt, sind auch keine Spiegel angebracht. Der erste Spiegel ist meist erst wieder bei den Fönanlagen draußen.)

*Das Bild ist tatsächlich von mir. Eine sehr alte Aufnahme, die mich zwar nicht beim Saunieren zeigt wegen Punkt 5,8 und 9, aber doch irgendwie in die Stimmung passt.*

3 Kommentare

  1. Ich ♡ Sauna!

    Habe allerdings festgestellt, beziehungsweise nachrecherchiert, dass viele deutsche Saunaregeln tatsächlich nur in Deutschland gelten.

    Hier in Israel ist wiederum das andere Extrem angesagt: derartiges Banausentum würde wohl jedem echten Saunagänger die Laune verderben, und auch ich war diesen Winter noch nicht ein Mal schwitzen.

  2. Man duscht vorher, weil frischer Schweiß geruchlos ist und er erst mit der Zeit durch zersetzende Bakterien anfängt zu müffeln – der frische Saunaschweiß ist daher kein Geruchsproblem, nur der ältere Schweiß vom Tag bis zum Saunabesuch.

    Saunen betrete ich nicht, ich komm mit der Hitze nicht klar. Noch schlimmer sind Dampfbäder, da bekomme ich schlicht keine Luft drin. Die Nacktheit würde mich hingegen nicht abschrecken, ich habe aus Teenagerzeiten Erfahrungen vom FKK-Campingplatz, und auch in Gemeinschaftsduschen sieht man ja zumindest nackte Personen des gleichen Geschlechts – sehr heilsam von Photoshop-Werbungs-Komplexen ;)

  3. Uhh. Ja! Reden in der Sauna geht gar nicht. :D Und anstarren natürlich auch nicht. In Sachen reden habe ich bisher schon echt schlechte Erfahrungen gemacht. In Sachen anstarren eher nicht. Bis auf ein oder zwei Mal vielleicht. Was in Anbetracht der Häufigkeit mit der ich gehe, nicht unbedingt viel ist. Viel weniger als anderorts. ;)

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