Eine Reise durch die stilleren Teile fremder Leben….Menschen, die ich nicht bemerke…das Fazit

Menschen, die ich nicht bemerkeMeine erste Blogparade ging zu Ende und ich bin echt überwältigt. Viel Zuspruch zu dem Thema habe ich durch euch erfahren und meine bisschen spontane Idee entwickelte sich mit insgesamt 9 Beiträgen aus der Bloggerwelt zu einem Erfolg.

Dabei bin ich auf ein Phänomen gestoßen, auf ein wages, ein emotionales. Ich hatte nämlich bei den Beiträgen das Gefühl, dass ich den Menschen hinter diesem Blog auf eine sehr einfühlsame Art und Weise kennen lernen würde. Die Menschen, die uns nur kurz berühren, sagen doch mehr über uns aus, vor allem, wenn wir über sie sprechen und wie wir das tun.

Larissa vom No Robots Magazine erzählt eine Geschichte aus ihrer Jugend dazu. Der Ort, den sie verlassen hat und zu dem sie nicht mehr zurück möchte. Einen Blick in den Tankstellen-Job ihrer Jugend verrät uns die Stimmung.

Mit den Gesichtern kamen auch die Geschichten. Abend für Abend saß ich da und sie kamen. Manche erzählten mir von sich. Anderen sah man ihre Geschichte an.

Roxy von Early Birdy nimmt uns mit in ihre Straße, zu der Schneiderin, die ihr beim Hochzeitskleid geholfen hat. Zu dem Metzger an der Ecke.

Mein Herzblut fließt durch die Donnersbergerstraße, vom Rotkreuzplatz bis zur Arnulfstraße, man grüßt sich hier, man ist per du. Aber bemerkt man sich auch?

Nicole von My Lifestyle Blog greift einen kurzen Moment auf ohne auf jemanden speziell einzugehen.

Die ganze Bahn ist voll mit unbekannten Menschen. Falsch. Die meisten Menschen sind mir schon mal irgendwo begegnet. Ich sehe sie fast täglich und irgendwie auch nicht.

Tinka von Keine Sau liest meinen Blog (geiler Titel übrigens) hat auch von einer Busfahrt in ihrem Leben gesprochen und von der Fremdheit. Sie fühlte sich in ihrer neuen Heimat nicht zu Hause. Doch wer hat ihr das Gefühl genommen? Der Liebste? Die Kinder? Die neue beste Freundin? Lest selbst.

Das war für mich der erste Tag, an dem ich das Gefühl hatte, ich könne mich im Rheinland doch wohl fühlen. Und nun bin ich seit über 20 Jahren hier

Silke von live an easy life hat den Blick auf ihren Kollegen gelenkt, der mit einem Geheimnis lebt. Einer Krankheit, die unbemerkt geblieben ist.

Auch sein hoher Kaffee-Konsum wunderte mich aber hey – was geht mich das an? Wahrscheinlich hätte ich diese Episode – wie viele vermutlich unzählige Episoden vorher – auch schon längst vergessen, wenn das Meeting einen anderen Ausgang gehabt hätte.

Morjanne bemerkt ihre eigene Verwurzelung beim Schreiben des Artikels. Ich auch. Eine langer Spaziergang durch ihre Strassen mit Begegnungen und Grüßen, Bonbons und Zigaretten.

Bis vor kurzem wusste ich nichts von ihm außer seinem Namen, seiner Vorliebe für arabische Fernsehserien und dass er oft im Laden mit seiner Familie skypet. Einmal durfte ich in die Kamera winken, als er seiner Familie zeigen wollte, wie Halloween in Deutschland aussieht

Katharina von frisch gebloggt stellt eine kuriose Mutter aus ihrem Haus vor und macht sich auf die Suche nach ihrer Erinnerung an einen singenden Barbesitzer.

Beim Servieren der Getränke tanzte er und er überzeugte fast jeden Gast davon, sich ein Lied aus dem großen, abgewetzten und teilweise etwas klebrigen Ordner auszusuchen, in dem hunderte von Karaoke-Titel standen.

Dani von Glucke und so bedankt sich bei den unsichtbaren Menschen in ihrem Leben, die ihr in einer Situation geholfen haben.

Es sind nicht viele Geschichten aber doch zeigen Sie mir, dass es viele gute Menschen gibt. Ich muss Sie nicht kennen oder in mein Haus lassen um sagen zu können, dass Sie sehr sehr nett und hilfsbereit sind.

Eine obdachlosen Frau, die für Jessi von Terrorpüppi immer eine berührende und nachdenklich machende Begegnung in ihrem Alltag darstellt, ist der Fokus des letzten Beitrages.

Nur wenn man inne hält und sich versucht, zu vergegenwärtigen, dass da immer noch ein Mensch wie du und ich drinnen steckt, kehrt das Mitgefühl zurück. Leider viel zu selten.

Danke an euch alle. Es war für mich eine wundervolle Reise durch die stilleren Teile fremder Leben, durch Straßen und Blicke, durch Fragen und Erinnerungen. Nachzügler sind mir herzlich willkommen, aber offiziell schließt sich nun der Kreis und das Thema. Ich habe schöne neue Blogs kennen gelernt und werde noch oft bei euch stöbern.

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4 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Idee und die schöne Zusammenfassung. ich freue mich, dass bei Deiner ersten Blog-Parade gleich neun Bloggerinnen mitgemacht haben – das ist wirklich nicht wenig. Und die Ergebnisse sind wunderschön zu lesen!

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