• DIY

    Ein Rock zu Leonhardi – Trachtenrock selber nähen

    In meinem Beitrag über die Tölzer Leonhardifahrt habe ich ja schon erwähnt, dass ich mich trachtenmäßig dem Landleben ein wenig angenähert habe. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben, dass ich sehr wohl Tracht besitze. Das trägt man in München genau einmal im Jahr: Firmenausflug Oktoberfest. Oder – für die ganz Harten – Starkbierfest Nockherberg. Dabei ist der Landhauschick ein weit gefasster Begriff. Von Plastik-Dirndl-Grauen bis hin zu den Must-Haves der ersten Herbsttage. Also: ein modisch weit gefasster Begriff. Ich habe ein wenig herumüberlegt…. Für mich war dann aber schnell klar: ein Rock muss her. Nicht zuletzt deswegen, weil die Rockmacherin hierzulande große Wellen schlägt, aber ihre ganze Kollektion eine Preiskategorie erreicht,…

  • Tagebuch

    Das leere Oktoberfest und das Wetter

    Die Wiesn wirkt gespenstisch leer. Ich bin letzte Woche unter der Woche mit der Firma auf der Wiesn gewesen. Unter der Woche um die Mittagszeit war es die letzten Jahre nie besonders voll, aber jetzt wirkt sie gespenstisch leer. Finden wir zumindest. Ein bisschen fühlt es sich komisch an, die ganze Anreise mit dem Zug. (Darf man die Bayerische Oberlandbahn, die zwischen Bad Tölz oder Tegernsee und München hin und her fährt ernsthaft *Zug* nennen? Eher eine verlorene S-Bahn…...) Wer so lange neben dem Oktoberfest gewohnt hat, der glaubt irgendwie nicht, dass man dafür tatsächlich anreist. Irgendwie hat es sich so angefühlt, als wäre das Oktoberfest verschwunden nachdem ich weggezogen…

  • Tagebuch

    Vom Dirndl-Grauen und den Trachten

    Vor einem Jahr habe ich über das Dirndl-Grauen geschrieben: Das Oktoberfest als Anwohner. Dieses Jahr erlebe ich das Oktoberfest als Fernsehbeitrag, wie Millionen andere. Nicht mehr das Pappsüße in der Luft, kein Echo *Hey, hey, Baby, huh ah* in der Ferne. Überfüllte U-Bahnen, Kotzflecken am Wegesrand, Security beim Rossmann, Faschingsdirndln. Alles Vergangenheit. Das Dirndl-Grauen ist vorüber, aber damit ist das Dirndl aus meiner Umgebung nicht verschwunden. In Bayern tragen die Kellnerinnen Dirndl. Das ist wohl in ganz Bayern so. Aber hier auf dem Land ist das Dirndl auch manchmal das Outfit, in dem man ins Theater geht. Also das Spiegelbild zum städtischen Cocktailkleid? Das Dirndl wird zur Tracht und ich…

  • Tagebuch

    Abgehauen vor dem Millionenpublikum auf dem Oktoberfest

    Luft holen im kalten Wind baden an den liegengebliebenen Sachen arbeiten Ingwer Pilze raus Wir sind geflohen. Dorthin, wo man nicht mehr zu Fuß morgens Semmeln holen kann. Wo die Männer Gebrauchstrachtenjacken besitzen, weil die Schafwolle so schön warm hält. Wo man keine Veganer kennt und die Vegetarier das Kuriosum sind. Wo Frauen auch mal keinen Beruf haben und trotzdem ihr ganzes Leben arbeiten. Wo München noch Minga ist. Wo man auf Touristen ab 75 Jahren eingestellt ist. Kein Paradies, nein, dafür ist das Oberland nicht geeignet. Hier glaubt man noch an Gott, die Milchkuh und die CSU. Für manche ist das die wahre Hölle. Um mich herum ist es…

  • Tagebuch

    Wiesn – die Verklärte Vergangenheit auf der Oidn Wiesn und die Prominenz im Marstall

    Heute morgen machte ich mich auf in mein Büro, wo alle bereits in Tracht und mit bester Laune um 12 Uhr dasselbige wieder verlassend sich auf den Weg zur Wiesn machten. Es ist eine gute alte münchnerische Tradition, dass selbst der größte Wiesn-Muffel wie ich wenigstens einmal mit den Kollegen zum Oktoberfest zu gehen hat. Büroausflug zum Festzelt. Wir waren alle gespannt auf das neuste Zelt am Platz, das Marstall. Ein pappsüßes, amerikanisch/vintage Design, lichtdurchflutet und – gänzlich mit roten Herzen ausgefüllt. Was wir nicht ahnten: es war Damenwiesn, ein Ereignis, an dem Frau Regina Sixt die Cremé de la Business-Ladys zum Mittagessen einlädt. Wir setzen uns auf den Balkon…

  • Tagebuch

    Das Oktoberfest als Anwohner – das Dirndl-Grauen zieht auf

    Das Oktoberfest zieht vor meiner Tür auf. Es sind mit einem Mal mehr Menschen auf der Strasse, die Touristen sind schon da und warten und shoppen. Mit mehr Menschen sind es auch mehr Autos. Sie verstopfen bereits jetzt die Strassen um unsere Wohnung. Ich bin mitten drin in dieser Stadt und das Oktoberfest ist eine Zeit, die mir mehr auf die Nerven geht als alles andere. Warum? Ist doch nett, die ganze Welt zum Saufen in Minirockdirndl und Plastiklederhosen vor der Tür zu haben. Was ist noch anders? Mit den öffentlichen Verkehrsmittel kommen jeden Tag die meisten Menschen an der Theresienwiese an. Es gibt eine U-Bahn-Linie, die die Innenstadt mit…