Diese Ferien waren anders – weg von den bekannten Routinen mit Sonne, Strand und Spaghetti Napoli. Dieses Mal haben wir Urlaub gemacht wie wir das gerne machen: unterwegs sein. Dabei haben wir natürlich Kleinkinder dabei, die wir beobachten mussten: Gefällt ihnen diese Art der Ferien? Ist es zu viel hin und her? Oder ist unsere Brut wie wir: im Herzen Vagabunden.

Die Route war klein, nur ein paar Tage und enthielt viel Kinderkram. Keine Frage, sie waren begeistert. Und fuhren von jedem Ort wieder mit Spannung weg. Vagabunden halt.

Die erste Station war Lindau am Bodensee.

Die historische Altstadt von Lindau liegt auf einer Insel und ist über eine Brücke erreichbar. Der Bodensee spielt dabei ein wenig mit dem Gedanken, doch ein kleines Meer zu sein und die Hafenstadt sieht nicht mehr nach Binnengewässer aus.

Es riecht auch ein bisschen nach Meer. Die Vögel kreischen, der Wind weht und kündigt einen wundervollen Altweibersommer an.

Irgendwo in den Gassen finden sich kleine Lokale. Wir waren bei einem Sarden und haben uns einen Haufen Oliven, Tomaten, Schinken und Käse bestellt. Die Jungs waren ganz scharf auf dieses haudünne knackige Brot, dass so ein bisschen nach Leinsamen schmeckt. Und haben sich die Oliven reingehauen. Und ein paar Nudeln.

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Jugendherberge Lindau

Die erste Nacht haben wir in der Jugendherberge in Lindau verbracht. Eine wirklich großartige, moderne Jugendherberge, die mit heller Architektur, einem schönem Spielzimmer für Kinder und gutem Frühstück aufwarten kann. Der Innenhof hat eine kleine *Kneipe* und im Gang findet sich eine *Quelle* mit Sprudelwasser und stillem Wasser. Die Zimmer sind mit Stockbetten ausgestattet – keine Frage, wie toll das die Kinder fanden. Im Winter ist in Lindau ein wunderschöner Weihnachtsmarkt – wir werden dann wieder ein Zimmer in dieser der Bodenseeinsel recht nahen Herberge nehmen – aber mit eigener Dusche/WC. Im Sommer macht mir das nicht so viel aus, in der Nacht über einen Gang zu laufen zu den nächsten Toiletten, aber im Winter – brrr. In den meisten Jugendherberge gibt es diese Zimmer, die sich von normalen Hotelzimmern nicht groß unterscheiden – außer im Preis.

Fährt man am Bodensee entlang, so scheint es nur eine einzige Berufung zu geben: Apfelbauer. Die Äpfel reihen sich kilometerlang. Irgendwo haben wir angehalten und eine Kiste gekauft. Köstlich.

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Lindau war auch ein strategisches Ziel – 20 Minuten davon entfernt liegt ein kleines Dorf, in dem sich ein berühmter deutscher Spielehersteller mal so richtig ausgetobt hat. Mehr davon im nächsten Beitrag.