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    Ein Quilt über Jahre, begonnen beim couchsurfing

    Öfters habe ich hier schon den Blick auf einen Quilt gelegt, der als sogenanntes UFO (unfinished object) durch die Jahre gezerrt wurde. Immer wieder weggepackt, immer wieder irgendwo heraus gekramt. Warum ist das so? Warum kann man sich von den DIY-Sachen, die man nicht beendet, nicht einfach auch mal trennen. Zack und weg. Vielleicht, weil man damit etwas sehr Unangenehmes zugeben müsste: und zwar, dass man nicht wirkliches Durchhaltevermögen hat. Dass man ein Strohfeuer ist und keine wirkliche Leidenschaft hat. Oder weil man sowas genauso aufbewahrt, wie die Skinny Jeans, die einem das letzte Mal um den eigenen Abiball herum gepasst hat: Des wird schon wieder. Eine Tages. Eines Tages…

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    Elefantös – die Elefantenparade aus Stoff- DIY

    Diese Jahr war Babyalarm in unserem Freundeskreis. Also habe ich mich auf die Suche nach passenden Geschenken gemacht. Und bin auf einen Elefanten gestoßen. Ursprünglich kommt die Idee daher, dass eine Freundin dieses Jahr ein Kind bekommen hat und sie in ihrer Schwangerschaft dünnhäutig wie ein Elefant war, ebenso hat sie dieses Kind gefühlte 20 Monate ausgetragen und ja, darauf passt auch du, Sandra, vor allem der Teil mit den 20 Monaten, aber keine Sorge, ich habe dich nicht für so dünnhäutig gehalten. Ich habe dann aber auch Elefanten für meine Kinder machen müssen…und gleich für andere Zwillinge mit und dann war da noch das Lenalein, dass auch einen Elefanten…

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    T-Shirt-Quilt aus alten Kindersachen nähen

    Juhu, ich habe hier ein Projekt, dass ich lange lange schon auf der Agenda hatte. Ich habe ja Zwillinge und diese besitzen einen Haufen Kleidung. Einen Teil der Kleidung habe ich gesammelt, um diese a) weiter zu verleihen b) ihn einer Freundin zum Verkaufen zu überlassen oder c) für eventuelle weitere Kinder zu haben. Punkt c habe ich jetzt aufgegeben. Nicht, dass ich nicht glaube, dass ich Kinder haben werde, sondern, weil man ja nicht weiß, welches Wetter sie in welcher Größe haben werden…. Einige Shirts sind bei mir mit echten Erinnerungen verbunden. Das erste Mal am Strand, Urlaub, hundertmal in der Hand gehabt…usw. Deswegen fiel es mir schwer, sie…

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    Sonnenrad aus Jelly Rolls mit einem 9 degree ruler

    Das war ein Spaß mit dem Ding. Ohne Ziel habe ich mal die Steifen aus einer sehr sehr dicken Jelly Roll zusammengenäht. Danach wurden die zusammengenähten Steifen mit einem 9 degree ruler, eigentlich für einen Spicy Spiral table runner einst angeschafft, geschnitten und zwar so platzsparend wie möglich. Ein Tortenstück mit der breiten Seite ist neben einem Tortenstück genau umgekehrt geschnitten. Dann habe ich mir mal angesehen, was daraus wird. Und es ist ein Kreis. Leider nicht ganz eben in der Mitte, daher habe ich eine Sonne darauf appliziert. Der absolute Applikationsguru ist Claudia Geiser, die in Münchner Westend einen netten kleinen Laden hat. Sie ist superpräzise und von ihr…

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    Patchworkdecke aus der Restekiste

    Ich liebe japanisches Design: klar, rein und reduziert. Bei der Recherche zu der Kesa habe ich einiges gelernt. Ein Rahmen verbindet Stoffe, die nicht zusammenpassen. Wenn dieser Rahmen auch noch eine Ordnung wiedergibt – sieht es so aus, als ob nie was anderes geplant war. In Wahrheit war an diesem Quilt nichts geplant. Die Stoffe stammen ausschließlich aus Resten: Röcke, die sich meine Mama in ihrer Rockphase genäht hat. Andere Quilts, UFOs, nur der schwarze und der weiße Stoff sind gekauft. Bisschen gefüttert und ein Quilt kommt aus der Restesammlung. Ich finde Restequilts immer sehr ursprünglich. So war das ja mal am Anfang gedacht mit dem Patchwork.    

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    Haiku Quilt kesa

    Ein Haiku ist eine japanische Gedichtform. Ziemlich streng, naturverbunden und kurz. Ein Freund hat einen geschrieben, über eine verlorene Liebesgeschichte. Man nehme daraus mal nur die Information,  dass es sich um einen Verlassenen handelt. Ich habe ihm daraufhin zu seinem 40. Geburtstag einen Quilt genäht. Die Form war nun das erste.  Ich habe eine kesa gewählt, ein grundsätzlich mal asiatisches Muster. Eigentlich ist es kein Muster, sondern ein Umhang für buddhistische Mönche. Die Grundform ist eine ungerade Zahl Streifen, die in Feldern gedrittelt werden. Sieht nicht zufällig Reisfeldern sehr ähnlich. Als nächstes habe ich die Blöcke ausgesucht. 1889 wurde in St. Louis die Zeitschrift The Ladies Art Company gegründet. Sie sammelte und…

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    Storm at sea

    Sturm auf dem Meer – ein bekanntes und beliebtes Muster. Alle Stoffe werden mit gerade Nähten zusammen gefügt und dennoch denkt das Auge, es ist eine Wellenbewegung. Irgendwie rund. Quilter greifen diese Runden oft nochmals auf. (Ich hier nicht) Es gibt ganze Bücher über dieses Muster. Und – vor allem – geschickte Cut-sew-cut Lineale . Das bedeutet, dass man ein Teil zusammen näht und dann erst schneidet…und dann wieder näht. Hilft bei Perfektionismus-Wahn. Das Muster hat auch mich wegen seiner optischen Täuschung gereizt, und auch wegen der Möglichkeit, durch andere Stoffe den Fluss zu unterbrechen… Hier ist der Quilt für meine Mama zum 60. Unsere Beziehung ist manchmal wie ein Sturm auf dem…