DIY

Nadelbinden – eine Handarbeit aus der Vergangenheit

Dieses Jahr haben wir das wunderschöne Dänemark besucht. Die Tage am Strand, das weite Land, die wenigen Menschen. Uns hat der Norden gewonnen mit seiner Rauheit und seinem salzigen Wind.

Aus dem Norden habe ich eine Handarbeit mitgenommen, die im Süden bereits vergessen wurde. Das Nadelbinden.

Nadelbinden ist eine Technik, die vor dem Stricken in Europa und der Welt weit verbreitet war. Man verbindet ein Stückchen Wolle auf eine Art, die nichts mit Stricken zu tun hat, weil es keine *Maschen* sind, sondern lauter kleine Schlingenknoten. Diese Knoten werden mit einer Nadel und dem eigenem Daumen hergestellt. Ein Fischernetz.

 

Die heutigen Stiche werden zum Teil nach Fundorten historischer Stücke genannt Der *Oslo*-Stich heißt wie die Stadt, in der in Ausgrabungen ein Handschuh aus dem 11. Jahrhundert gefunden wurde. Die Technik ist aber älter, jungsteinzeitalt.

Im Internet findet man einen Haufen Anleitungen, Inspirationen und Berichte über diese Technik. Wer mit den richtigen Wörtern sucht, findet seine Antworten. Ich kannte über das Rollenspiel diese Technik schon am Rande, aber erst ein Besuch in Ribe hat mich vollends gefesselt.

In Ribe gibt es ein Freilichtmuseum rund um die Wikingerzeit, dass einen Besuch mehr als lohnt. Ein großartiger Ort, den ich jedem empfehle, der sich in den Norden aufmacht.

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