Die verschollene Rasse Mensch von Celeste Ealain

Ich kann nur jedem raten, mal ein Buch von Celeste Ealain in die Hand zu nehmen. Es ist Fantasy, aber mit nachvollziehbaren Figuren. Es ist sexy, aber nicht plump. Es ist unvorhersehbar (diesmal wirklich sehr) und es ist spannend.

Eine abgeschiedene Insel im Pazifik wird für unbewohnt gehalten – doch man findet auf ihr eine Gruppe eingeborener Frauen. Keine Männer weit und breit. Ihre Lebensweise wirft Fragen auf. Woher kommen die Kinder? Wer besucht diese Frauen, die sich für die Frauen der Götter halten? Die Insel gilt für die anderen der Inselgruppe als verflucht, doch was ist ihr Fluch?

Linnéa ist Journalistin und versucht, in ihrem Job Fuß zu fassen. Viel ist ihr im Leben nicht übrig geblieben. Von ihren Familie verletzt lässt sie keinen mehr an sich heran. Sie lebt abgekapselt für ihren Job und Psychotherapiesitzungen und schlaflose Nächte begleiten ihr unruhiges Wesen. Sie ist tatsächlich zerbrochen und gebrochen worden. Der Auftrag, sich ihren journalistischen Namen endlich mit der Geschichte über die Insel zu machen, kommt da gerade recht. Sie reist tausende von Kilometern auf die scheinbar unbewohnte Insel. Auf der Insel, auf der ein Fluch liegt und sie bricht unerwartet ein jahrtausendealtes Tabu. Sie wird dort in eine völlig andere Welt hineingezogen. Eine Welt, die schillernd ist, abstoßend und anziehend zugleich, als Gefangene und Eindringling. Ein Thriller auf Leben und Tod beginnt.

Ich habe schon einiges über Celeste gesagt. Ich bin… das Ende war mein Anfang mit ihr. Enujaptas Fluch schloss sich für mich gleich daran an und hat mich wieder nicht enttäuscht. Auch diesmal bin ich mit ihr durch die Meere geschwommen und habe mich von ihr forttragen lassen. Es sind Bücher über die Anziehung, über das Verlassen von Grenzen, über Sex. Celeste schreibt über die Energie zwischen zwei Spezien, die sich fremd sind. Diese Fremdheit ist auch zu Beginn da und man glaubt es nicht, dass daraus noch mal eine erotische Geschichte werden soll. Sie baut die Grenzen deutlich auf und man ist gefesselt und gerührt, wenn diese Grenzen fallen.

1 Kommentar

  1. Wie sollte es anders sein, bin ich erleichtert und erfreut, dass diese Welt dich durch verschiedene Emotionsstadien geworfen hat und mein Buch dich sogar in meine Leserunde locken konnte. Ich bin unheimlich dankbar, dass kleine Menschen dich in meine Welt gezogen haben und ich bin froh so offene, direkte, ehrliche und auch bewegendes Feedback und Kritik von dir zu erhalten ;o) Ich hoffe, du begleitest mich weiterhin.
    lg der Schreiberling

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