Return man von V. M. Zito

V. M. Zito hat eines Tages einen Roman im Internet veröffentlich, Seite um Seite. jede Woche neu.

Ein Verleger wurde aufmerksam.

The Return man wurde ein Buch.

Als Erstlingsroman in einem Spartengenre finde ich fast nichts über den Mann, aber das muss ich nicht. Ich kenne seine Hauptfigur und ich kenne dessen größte Angst.

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Henry Marco blieb nach der Auferstehung in dem Teil von Amerika, der zum Niemandsland erklärt wurde. Aus den Sicheren Staaten erreichen ihn Aufträge: er sucht die auferstandenen Leichen geliebter Menschen und tötet sie. Gibt sie zurück, wie Marco es nennt. Henry Marco ist weder alt noch jung, er ist ein Schatten seiner selbst. Er war ein gefeierter Chirurg, ein Neurologen-Genie vor der Katastrophe…und auch ein gebrochener Mann.

Ihn erreicht ein neuer Auftrag.

Er muss einen alten Kollegen finden. Jemand, der sehr nahe am Ausbruch der Apokalypse dran war. Nicht nur die Neuen Vereinigten Staaten von Amerika interessieren sich für ihn, auch andere Staaten und Gruppen machen Jagd auf den vermissten Wissenschaftler. Henry Marco wird erpresst – er nimmt den Auftrag an und befindet sich auf den Weg zu seiner eigenen Hölle.

Zito beschreibt die Welt eindringlich, in heißen Temperaturen, man riecht die vermoderten Leichen, man kriegt einige Bilder nicht mehr aus dem Kopf. Wie ich das Kind, dass in dem Auto sitzt.

Der Schrei ertönte wieder – erstickt und gequält, als ob jemand mit Buttermilch gurgelte. Furchtbar. Marco fuhr neben das Auto und warf durch das zertrümmerte Fenster einen Blick auf die Rückbank. Ein totes Kleinkind starrte ihn an. Es war auf einem Babysitz angeschnallt. Darin gefangen. Es war zwei Jahre alt, vielleicht auch drei. Der Hals war aufgerissen, und die Luftröhre lag frei. Es trug einen steifen Jeans-Overall, und ein blau gestreiftes Hemd, das mit Blut verschmiert war; Babyspeck hing in weißen wurmartigen Streifen unter dem Kinn. Die Augen waren gelblich fahl wie geschälte Äpfel. Marco drehte sich der Magen um. Das Kind stemmt sich gegen die Gurte und streckte die Arme aus, als wollte es aufgenommen werden.

Zito beschreibt seine Welt in allen Details, er schreibt mir den Horror in den Kopf. Ich kann gar nicht wirklich der Geschichte folgen, so furchtbar starrt mich dieses Kind an. (metaphorisch gesprochen)

Es wurde über das Buch geschrieben, dass es eine andere Zombie-Geschichte erzählt, dass es hier nicht um das Überlegen und Finden von Überlebenden geht. Es ist tatsächlich anders. Das System gibt es noch und die Macht, die politische Macht, wird neu verteilt. Marco ist in der neuen Welt Auftragskiller der anderen Sorte und verstrickt sich in einen Agententhriller durchs tote Land. Diese Geschichte macht auch Sinn. Wie die Figur am Ende aufgelöst wird, leider auch.

Ich hätte dir gegönnt, Marco, dass du ihr eine Kugel in den Kopf jagen kannst.

Sabine Rest

Sabine Rest

schreibt auf diesem Blog seit 2014 mal mehr und mal weniger.
Sie lebt mit ihrer Familie zurückgezogen auf dem Land.
Sabine kann besser nähen als backen und wenn schon backen, dann nur Brot.

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