Liebster Award

Hier, im Netz, im Cybermeer, da gibt es auch sehr sonderbare Freundschaften, die eigentlich nur in dieser seltsamen Zwischensphere existieren. Man liest sich, kommentiert ab und zu, nickt sich über die virtuelle Kaffeetasse hinweg zu. So eine Freundin ist mir Uli von lowredeyes . 

Letztens hat sie mich beim Liebsten Award nominiert. Das ist im Prinzip ein Kettenbrief, der von Blog zu Blog weitergereicht wird und der Witz ist, dass man Fragen zu sich selbst und seinem Blog beantwortet. Uli hatte folgende 11 Fragen für mich und – obwohl ich jetzt bisschen gebraucht habe – beantworte ich sie meiner Blogfreundin selbstverfreilich.

Warum bloggst du?

Na ja, man fängt halt irgendwann an. Mit einer Idee, manchmal wird man auch von anderen dazu überredet. Ich habe zuerst die Idee gehabt, mein Handarbeitszeug in Netz zu spülen. Irgendwann habe ich meinen ersten richtigen Beitrag geschrieben und irgendwie gab es immer Themen, über die ich weiter schreiben konnte. Wie ein persönlicher Fluss.

Welche Blogs liest du?

Seitdem ich vor Jahr und Tag mal bei der Kaffeerunde zum Samstagskaffee mitgemacht habe (eine wöchentliche Linkparty) lese ich immer noch ab und zu jene Blogs, die sich damals dort regelmäßig eingefunden haben. Nicht ganz so regelmäßig, aber immerhin. Ich mag Blogs mit was vom eigenem Leben, eine Geschichte über den Alltag von jemand anderem. Gerne auch, an was jemand arbeitet und warum. Ich mag persönliche Blogs.

Was magst du nicht am Bloggen?

High fashion victims. Die ganz große Nummer. Blogs mit Glitzer Glitzer. Für mich mag ich nicht, dass es sehr rau hier im Meer werden kann. Es gibt Leute, die pöbeln gerne. Also mag ich am bloggen die beiden Extreme nicht: Unhöfliche Menschen und oberflächliche Menschen

Welcher ist dein Lieblingsbeitrag, den du veröffentlicht hast?

Mein eigener? Puh, keine Ahnung. Immer der letzte, glaub ich.

Was kann dich im real life auf die Palme bringen?

Alles Mögliche, wenn ich nicht gut geschlafen und richtig gegessen habe. Gar nichts, wenn ich gut geschlafen und richtig gegessen habe….

Welchen Promi findest du richtig cool?

Die Prominenz, die Prominenz…hmmmm, ich bin nicht so der Prominente, aber ich mag ein paar Fernsehköche. Ich habe mal einem im Kaufhof gesehen. Der wollte Nagellack für seine Freundin kaufen und hat sich dabei so angestellt wie viele Männer (rot? einfach nur rot?) Das fand ich in dem Moment cool.

Was ist dir richtig peinlich?

Das ist eine schwierige Frage, weil man ja Dinge, die einem peinlich sind, nicht unbedingt immer vor Augen hat. Die überfallen einen ja im unrichtigen Moment und es wird einem ganz heiß und kalt. Ich war schon oft in einzelnen peinlichen Situationen, die ich dann im Nachhinein immer wieder überdenke. Inzwischen kann ich aber solche Momente schneller loslassen, weil ich weiß, dass am Ende alles vergessen wird. Nichts bleibt ewig. Weder das Gute noch das Schlechte.

Kannst du singen?

Mein Baby findet schon. Ich bin eine normale erwachsene Frau, ich finde es toll, wenn sich jemand zu singen traut und stimme gerne mit ein, aber so ganz alleine, das bin ich nicht.

Wenn du an dein 10-jähriges Ich zurück denkst – was hat sich verändert?

Alles. Nichts. Vor 10 Jahren habe ich gerade geheiratet, mein Studium beendet und ich lebte in meinem Stadtviertel. Heute bin ich seit 10 Jahren verheiratet, habe 3 Kinder und die Wenigsten wissen, was und ob ich studiert habe. Manche Dinge sind unwichtig geworden und ich hätte gern damals schon gewusst, dass sich alles immer verändert.

Was würdest du gerne können?

Schneller stricken. Ich bin so eine lahme Ente beim Stricken. Es ist furchtbar.

Deine Message an die Welt?

Ich habe keine Message. Und erst recht nicht an die Welt. Ich finde, jeder sollte sein eigenes Glück suchen. Insgesamt sollte die ganze Welt leiser werden. Ach doch, in irgendeinem Theaterstück kam der Satz mal vor: Beruhige dich, so wichtig bist du nicht. 

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1 Kommentar

  1. Liebe Sabine, danke fürs Mitmachen! „Deine“ Message an die Welt ist super – werde ich mir aneignen 😉

    Ah gehhhh, kein Glitzer und Blingbling – du enttäuschst mich 😉 ich muss oft an deinen GNTM-Beitrag denken. Ich glaube, in diesem Punkt sind wir uns sehr ähnlich.

    Aja Hunger und Müdigkeit können sich bei mir auch fatal auf meine Stimmung auswirken.

    glg Uli

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