Samstagskaffee und das Nachthemd

Das Nachthemd verschwindet wieder. Wikipedia klärt mich auf, dass es üblich war, bis ins 16. Jahrhundert hinein, nackt zu schlafen. Frauen hätten mitunter das am Tag getragene Hemd angelassen. Erst später wurde der Firlefanz mit dem Nachthemd populär.

Ich räume gerade unsere Sachen wieder zusammen. Wir fahren heute zurück nach München und in Omas Haus müssen wir aus allen Ecken unser Zeug zusammensuchen. Ich packe oft unsere Sachen wieder zusammen. Wir sind oft unterwegs. Hier und dort. Im Tölzer Land und in München.

Jetzt mache ich aber erst mal Pause, hänge das Nachthemd zum Auslüften raus und schenke mir eine Frucade ein. Das wird mein Samstagskaffee, denk ich mir und mache Fotos. An meinem Blog zu arbeiten macht viel mehr Spaß, als hier das ganze Graffel zusammenzuklauben. Ich lasse mich gerne ablenken.

Das Nachthemd hatte ich zu Beginn unserer Ferien  auf den Stuhl gelegt…und es die zwei Wochen über vergessen. Jetzt grabe ich es wieder aus und bemerke: das Nachthemd an sich verschwindet.

Meistens bin ich zu müde und zu faul, um mir abends noch was anderes anzuziehen. Ich trage eh abends bequeme Sachen und schlafe dann in einer minimalisierten Form davon: T-Shirt, nichts, Unterwäsche, Hausanzug…je nachdem, wie warm es ist. Da halte ich es also wie die Frauen vor dem 16. Jahrhundert.

Dabei liebe ich dieses Nachthemd. Meine Mutter hat es mir geschenkt und es fühlt sich weich und leicht auf der Haut an. Ich fühle mich darin retro-sexy.

Ich nehme es wieder mit und lege es daheim auf den Stuhl.

Mal sehen, was heute Abend damit passiert.

Wie haltet ihr es mit dem Nachtgewand?

 

4 Kommentare

  1. He cool, wie fühlt es sich an, wenn man sich retrosexy fühlt? ;-))
    Ich schlafe auch meist in meinen „normalen“ Sachen. Meine Tochter hat sich darüber aber beschwert, sie findet es müsste ein Schlafanzug/Nachthemd her und um ihr eine Freude zu machen, bemühe ich mich nun mnachmal und ziehe einen an. Was tiut man nicht alles….
    Schönes Wochenende
    Jutta

  2. Ich mag warme Schlafanzüge im Winter oder Schlaf-Shirts im Sommer. „Straßenklamotten“ kommen mir nicht ins Bett. Alles muss schön „bettsauber“ sein. Nachthemden mag ich aber nicht so gerne. Die rutschen nur blöd hoch. Das nervt.

  3. Ich schlafe im Nachthemd, oder Schlafanzug, je nach Laune und Temperatur. Ohne würde ich nachts frieren, und trage tagsüber keine Kleidung, die ich nachts anlassen würde … es ist mir ein völliges Rätsel, wie Leute ohne Nachtkleidung überleben können :D

  4. Nachthemd sieht schön aus, aber ich verwickle mich drin und kann nicht schlafen. Dann lieber T-shirt und … (je nach Kühle). Oft auch Socken. Super sexy. :-)

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