Wie viel Wasser ist zu viel? {3 Liter Leitungswasser am Tag}

3 Liter Leitungswasser am Tag #HeaderSchon bei meiner Ankündigung gestern gingen die Meinungen ja etwas auseinander. Wie viel Wasser sollte man denn jetzt trinken? 3 Liter oder doch weniger? Was ist die Schmerzgrenze? Wie viel ist zu viel?

Die Antwort: 10 Liter.

10 Liter sind echt zu viel. Okay, dann haben wir ja mal die Obergrenze in die eine Richtung. (Keine Sorge, ich habe wirklich nicht vor, auch nur mal in die Nähe davon zu kommen.) Aber ich fand es mal grundsätzlich interessant, ab wie viel Liter man definitiv einen an der Klatsche hat. (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) An der Klatsche hat man auch einen, wenn man es bis zur körperlichen Belastungsgrenze der Wasseraufnahme treibt. Kann ja lebensgefährlich werden.

Mit meinem Vorsatz, mal einen Monat lang täglich 3 Liter Leitungswasser zu trinken, bin ich also noch weit im gesundem Maß.

Die Wasserzufuhr orientiert sich natürlich im generellen am Energieverbrauch. Treibst du viel Sport, solltest du viel trinken. Sitzt du den ganzen Tag nur herum, brauchst du weniger Wasser. Sehr schlau, aber gibt es nicht Richtwerte? Doch, am selben Ort habe ich wage Richtwerte gefunden. 1,5 Liter wären völlig ausreichend. Genau weiß das aber niemand. Echt jetzt, das ist die Antwort: es kommt immer darauf an. Das gibt sogar diese New Yorkerin zu, wobei New Yorkerinnen mir bis jetzt immer alle essentiellen Fragen beantworten konnten. (Was ziehe ich an? Wie date ich richtig?) Anmerkung am Rande: Besonders super finde ich, dass sie Vitamintabletten zu den Grundnahrungsmitteln zählt…

In meiner Wassersuche bin ich noch auf die kleine Information gestoßen, dass Leitungswasser in diesem Land genau dem 3-Liter-Maßstab entspricht: „Trinkwasser wird aus Grund- und Oberflächenwasser, aber auch aus Quellwasser gewonnen und für den menschlichen Verzehr unter Einhaltung strenger gesetzlicher Anforderungen aufbereitet. Diese beziehen sich auf mikrobielle und chemische Parameter, z. B. die Gehalte an Nitrat, Nitrit, Pflanzenschutzmitteln und Schwermetallen, sowie auf Indikatorparameter. Sie werden so festgelegt, dass beim Genuss von täglich 2–3l Wasser gesundheitliche Auswirkungen auszuschließen sind.“ (Quelle wie oben)

Uff, Glück gehabt. Mit 3 Litern am Tag nehme ich also nur einen noch vertretbaren Anteil Pflanzenschutzmittel auf. Nein, Spaß beiseite. Ich lebe im Land des Wasserreichtums. Schon als Kind wußte ich, dass es eine sehr gut bis gute Wasserqualität aus unseren Leitungen fließt.

Wasser scheint aber dennoch nicht gleich Wasser. Wer hat die Macht darüber? Ich habe die wage Ahnung, dass in meiner kleinen Quest über das Wasser-trinken noch so einiges passieren wird. Die Selbstverständlichkeit, den Wasserhahn einfach aufdrehen zu können und da kommt sauberes Wasser heraus, scheint mir mit einem mal nicht mehr so selbstverständlich.

3 Liter Leitungswasser am Tag #1cHier nun das versprochene Photo. Ohne Bearbeitung wird wohl einigen schnell klar, wie umprofessionell ich meine Blogphotos eigentlich mache. Ich bin keine Photographin und selbst all die Selfiequeens da draußen werden wissen, dass alles auf das richtige Licht und den richtige Bearbeitungsfilter ankommt. Ich werde echt versuchen, dass jeden Mittwoch ungefähr die gleichen Bedingungen herrschen.

Aber das alles soll ja irgendwie Spaß machen und obwohl ich mich nicht für einen extrem eitlen Menschen halte, fiel mir das jetzt schon schwer. Ich folge hier ganz ihrem Vorbild, schließlich hat meine Mama dieses Photo gemacht und genau ihre Worte finden sich am Ende des Videos auch.

Nächsten Mittwoch geht es hier mit dem Wasser-trinken weiter. Eine erste Zwischenbilanz wird gezogen. Ein Foto wird wieder hochgeladen. Wieder morgens und mit wie gesagt halbwegs ähnlichen Voraussetzungen – nur mit mehr Wasser.

4 Kommentare

  1. Ich habe gestern ganz brav mitgezählt und locker mehr als 3l Wasser und Tee getrunken. Ich bin jetzt seit einer Stunde auf den Beinen und hab schon einen Liter runter. Desto mehr ich trinke, desto mehr Durst bekomme ich. Und besser habe ich mich bisher auch noch nicht gefühlt. Irgendwo ist da ein Haken. Aber ich achte weiter drauf. ;)

  2. „Zu viel“ i.S.v. ungesund wollte ich bei meinem gestrigen Kommentar nicht ausdrücken, falls das so rübergekommen ist – nur „viel“ i.S.v. „mehr als der Körper üblicherweise braucht“. Ob das mehr bringt, als wirklich täglich drauf zu achten, die 1,5 oder 2 l nicht zu unterschreiten? Überschuss ist in dem Maß noch nicht schlimm, wird halt ausgeschieden (bei mir würden 3 Liter wohl nur bewirken, dass ich ständig Richtung Örtchen renne … das ist bei mir schon bei 2 Litern der Fall, und zwar auch, wenn ich das über Monate durchziehe). Für mich persönlich ist 1,5 ein gutes Maß (von dem ich anstrebe, das täglich zu schaffen).

    Von daher, jedem viel Erfolg beim persönlichen Wasserprojekt, ob das nun 2 oder 4 Liter sind :)

    • fadenvogel

      1. Oktober 2014 at 11:58

      Nein, ich habe das gar nicht negativ aufgefasst. Und auch nicht angenommen, dass du 3 Liter für ungesund hälst ;-) Ich habe halt selbst ein wenig recherchiert und zusammengeklickt, was ich so finden konnte. ich finde, dass die Frage nach dem „Wie viel“ eine Frage ist, von dem alle denken, sie sind sich einig und wenn man genauer nachfragt, kommen doch unterschiedliche Angaben heraus. Solche Sachen finde ich in der Regel nie negativ, sondern im höchsten Maße spannend. Be on the same page in a different book, sozusagen.

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