Schlagwort: mehr Leitungswasser trinken

hello fresh: Erfahrung mit der Kochbox

hello fresh Erfahrung KinderDas Einkaufen am Land ist zäh. Für jede Flasche Milch fährt man hier erst mal ne Strecke. Kein Wunder, dass man mit Speisekammern und großen Gefrierschränken ausgestattet ist. Planung ist das Zauberwort – sich erst gegen 19 Uhr zu überlegen, was man denn kocht, um dann spontan noch um die Ecke einkaufen zu gehen. Geschichte für mich.

Da kamen mir die neumodischen Angebote für Kochboxen wie gerufen. Ich habe mich vor 3 Monaten für hello fresh entschieden und fasse euch mal hier meine Erfahrungen zusammen. Dieser Artikel ist keine Kooperation: Die wissen gar nix davon.

Zuerst einmal muss man sich klar machen, was man da einkauft. Es ist eine Kochbox, keine Gemüsekiste oder so. Eine Gemüsekiste liefert dir eine bestimmte Anzahl von Gemüsesorten, mit der du dann mache kannst, was du willst. Eine Kochbox liefert dir komplette Gerichte – mit Gewürzen, Milchprodukten und Sättigungsbeilage. Im Prinzip brauchst du nur noch Standardküchengeräte. Das ändert natürlich den Preis.

Wenn du eine Kochbox bestellst und dir die Lebensmittel mal auf den Tisch legst und dann denkst: Mann, für das habe ich jetzt diese ganzen Euronen ausgegeben, das lohnt sich doch nicht. Ja, dann ist das mit diesem Vergleich teuer. Aber: Na ja, du bezahlst auch die Idee, das Rezept. Und du bekommst bis zu den Gewürzen alles fertig nach Hause geliefert. Und von allem weder zu viel noch zu wenig. Ich habe eine Kochbox für 4 Personen bestellt und meistens hat mein Bruder mitgegessen, manchmal auch meine Eltern: Also 3-5 Erwachsene und 2 Kinder. Die Portionen sind schon variabel, aber es ist auch keinen Fall zu wenig.

Die Lebensmittel auf den Tisch auszulegen und dann nur deren Wert zu vergleichen mit dem, was du im Supermarkt bezahlt hättest, wären also Äpfel mit Birnen verglichen. Ich wollte mir doch keine Gedanken mehr machen müssen, was ich denn koche. Ich wollte grad die Idee.

hello fresh unboxing

Ich habe mich für die vegetarische Variante entschieden – vor allem deswegen, weil ich es echt komisch finde, mir Fleisch nach Hause liefern zu lassen. Mein Metzger vor Ort ist einfach zu gut und Fleisch im Supermarkt zu kaufen, das mag ich von Haus aus nicht. Jeden Tag Fleisch ist auch nicht mein Ding – also die vegetarische Box.

Schon ab der ersten Lieferung musste ich zugeben, dass die Box echt gut strukturiert ist. Die Rezepte sind schön aufbereitet – mit Bildern für den letzen Kochdeppen, aber für meinen Haushalt auch irgendwie süss, weil die Kinder mitmachen konnten und dabei selber das Gefühl hatten, sie hätten einen Plan. Mama, schau, da muss man die Paprika schneiden. Da schau, so.

hello fresh Rezeptkarten

Die Lieferung hat auch eine gute Recyclingoption für die Schafwolle und die Eisbeutel, die dabei waren zu kühlen. Die meisten Verpackungen sind aus Papier – man will sich da offensichtlich nicht den Vorwurf machen lassen, man würde Müllberge produzieren. Das war ja meine große Befürchtung: Da kommt dann ein riesiges Paket und ich wühle 3 Tomaten aus 5 Plastikschichten heraus. Nein, so ist es nicht.

hello fresh Kühlung 2

Die Gerichte sind überraschend gut. Echt jetzt. Wir haben lecker gegessen.

Die Zeitangabe auf dem Rezept: Ich brauche länger, aber ich bereite auch Dinge vor, weil es gegen Abend dann schon auch mal schnell gehen muss. Das ist schon eine Herausforderung machmal und ich überlege da, welches Gericht ich an welchem Tag den so hinbekomme – aber von nichts kommt nichts. Wer mit frischen Lebensmitteln kochen will, der schneidet erstmal viel Gemüse klein. Läßt sich so nicht verhindern.

Manchmal musste ich aber auch mit den Augen rollen. Hefeteig muss man doch nicht fertig kaufen, so tragisch ist es jetzt nicht Wasser, Hefe und Mehl zu mischen…oder bei plastikverpackten Semmeln. Hmmm.  Da gab es dann schon so Haken. Vor allem, wenn es um Teig ging. Der kommt dann aus der Plastiktüte. Aber die hello fresh-Kochbox ist auch nicht dazu da, das Kochen zu lernen oder irgendwie kulinarische Höchstleistungen zu vollbringen. Es geht eher darum, mit frischen Sachen und ein wenig unfrischen Sachen ein tolles Gericht zu zaubern. Und manchmal lassen sich auch unaufwendige Dinge gut in Szene setzen.

hello fresh Erfahrung

Die Box war immer zuverlässig da (bis auf den Wintereinbruch hier, aber da wurde nichts mehr geliefert von niemanden), allerdings fehlten machmal Inhalte. Das hat mich schon geärgert. Auch, wenn wir nur von nem Beutel Linsen sprechen. Der Kundenservice hat mir da konsequent 5 € gutgeschrieben. Die haben da auch keine Zicken gemacht. Bei 12 Kochboxen haben in meinem Fall bei 4 Boxen jeweils Kleinigkeiten gefehlt. Kann man mit leben, aber ich zahle ja den hohen Preis, um mir eben keine Gedanken mehr zu machen. Wenn ich jetzt dastehe, um den fehlenden zweiten Linsenbeutel mit Kartoffeln zu kompensieren, dann geht ja doch die ganze Grundidee flöten.

Der mit verkaufte Burner bei hello fresh sollen ja die Rezepte von Jamie Oliver sein. Die wähle ich immer konsequent ab. Jamies Rezepte sind meistens Burger (mein Unwillen Plastiksemmeln gegenüber habe ich ja schon angesprochen). Ich hoffe, dieser ganze Werbeunsinn mit Jamie Oliver hat den Preis nicht zu hoch getrieben. Ich finde das völlig unnötig. Positiv überrascht bin ich von den Currys.

hello fresh curry

Meiner Meinung nach gehöre ich mit meinen Anforderungen an Rezepten aber nicht unbedingt zur Zielgruppe. Ich habe schließlich kleine Kinder hier, die zwar alles essen, aber dann doch nicht immer. Zu abgefahren darf es nämlich auch nicht sein. Ich sehe mir die Gerichte schon an und mache dann eine Kinderversion aus manchen Sachen: bei zu scharf, bei Avocado und bei zu großem Gemische. Aber sie probieren meistens schon und bei manchen Sachen haben sie reingehauen (Currys…) das hat mich überrascht. Probieren geht eben doch über studieren. Kindern nur Pommes, Spaghetti und Fischstäbchen zu machen, is ja irgendwie nicht die Lösung. Und sich selber was zu suchen, da kommt man dann als Mutter schon ins Kopfkino und denkt: Nee, das essen sie doch bestimmt nicht. Die Kochbox hat mir da schon was gebracht. Einfach mal machen. Und machmal war es auch direkt was, was Kinderherzen höher schlagen läßt: Milchreis mit Kokosmilch und Früchten, zum Beispiel.

hello fresh Obst

Insgesamt hat es sich – trotz Abstriche – für mich gelohnt und ich kann die Kochbox ruhigen Gewissens weiterempfehlen. Vor allem, weil die vegetarische Variante nicht nur aus Nudeln mit Soße besteht. Die Rezepte waren eine Bereicherung. Und zu dem Preis? Für den Weg zum nächsten Supermarkt brauche ich mit dem Auto eine halbe Stunde, mit der Kochbox konnte ich den Großeinkauf (bei dem man ja auch immer Zeug einkauft, das man gar nicht braucht) reduzieren. Der Preis sollte im Kopf mit genau diesen Aspekten mitkalkuliert werden: Fahrtwege, Schrottzusatzkäufe und Rezepte.

Trotzdem werde ich die Kochbox jetzt erst mal pausieren (super einfach online zu machen) und mich einem anderen Plan widmen: der Frühjahrsdiät. Leute, die hier schon länger mitlesen, kennen vielleicht noch die wöchentlichen Erfahrungsberichte über 10 weeks body change – ja, Leute, das ist jetzt schon ein Jahr her. Dieses Mal bin ich mit dem Konkurrenzprodukt am Start. Ich sag nur Sophia Thiel! Ob es nach 10wbc einen JoJo-effekt gegeben hat, die Unterschiede zu Sophia Thiel und meine Erfahrungen allgemein mit Online-Diäten. Alles dazu bald hier lesen.

{3 Liter Leitungswasser am Tag} Wasser als Erziehungsmantra

Header 3 Liter Leitungswasser am Tag 15. TagEine weitere Woche pures Wasser. Nicht immer fällt es leicht, aber der Flow kommt. Irgendwie gewöhnt man sich an die Menge. Ich erkenne auch meine Schwachstelle: ich bin arrogant. Ich bin eine arrogante westliche Einwohnerin aus dem verwöhnten Niemandsland des Überflusses. Ja, wirklich. Es ist mir peinlich, auf der Frankfurter Buchmesse auf die Toilette zu gehen und meine Feldflasche am Wasserhahn aufzufüllen. Komische Blicke von rechts, ein Ignorieren von links. Ich komme mir pennermäßig vor und ich frage mich, woran das liegt. Warum haben wir Wasser aus dem Wasserhahn als zweitklassige Alternative abgetan? Wie konnte das passieren?

Ich fülle mir morgens meine Teekanne voll Wasser. Sie steht auf dem Tisch und ich trinke immer wieder vor mich hin. Kinder wohnen hier ja mit mir. Ich dachte immer, meine Kinder trinken auch Wasser, aber das ist nicht ganz richtig. Sie trinken wie ich Sprudelwasser. Wenn ich Cola trinke oder Kaffee, trinken sie Orangensaft oder Apfelschorle. Richtiges Leitungswasser trinken sie selten. Das fiel mir auf, als ich mit dem Leitungswasser anfing.

Ich trinke also aus meiner Teekanne voller Wasser und meine Kinder machen mit. Wie einfach, dachte ich mir. Wie simpel. Wie alle kleinen Kinder, wollen sie genau das, was die Mama macht. Trinkt die Mama literweise Leitungswasser, ist es kein Orangensaft mehr, kein Apfelsaft, kein Wasser mit Sprudel, sondern Leitungswasser. Ich werde mir diese Brücke für die Zukunft gut merken. Wenn ich wieder etwas von meinen Kinder will, dann sollte ich es zuerst mal selber machen. Mit gutem Beispiel voran, sozusagen. Platte Erkenntnis? Superplatt, aber so einfach kann es manchmal sein. Das Wasser ist mein neues Erziehungsmantra.

In der ersten Woche plagte ich mich noch mit den Fragen nach dem „Wie viel Wasser ist zu viel Wasser?“ herum, dann kamen die politischen Wassertrinker dazu und ich habe irgendwie erkannt, dass das Geschäft mit dem Wasser ein völlig absurdes Konstrukt ist und heute sind es die Wirkungen, die dieses Projekt auf meine Kinder hat. Meine Haut? Nein, ich denke inzwischen nicht mehr, dass das bloße Wassertrinken meine Haut wirklich verbessert hat. 3 Liter Wasser am Tag 15.TagAber, wenn ich mir zwischen Frühstück, Kindern und Zahnbürste das schnelle Selfie mal anschaue, dann denk ich plötzlich, ganz umsonst ist es irgendwie ja auch nicht…hauttechnisch, meine ich. Dass ich die Augenringe nicht wegtrinken kann, habe ich auch schon begriffen. Es hat aber alles andere verbessert. Ich starte voller Motivation in die neue Wasserwoche.

{3 Liter Leitungswasser am Tag} Leitungswasser oder Flaschenwasser

3 Liter Leitungswasser am Tag HeaderMittwoch …. der erste Zwischenbericht über das Projekt im Oktober. Ein Vorhaben, das zunächst nur um die Verbesserung des Hautbildes ging. Die Idee ist, dass eine ausreichende Versorgung mit Wasser der Haut hilft, sich selbst zu reinigen. Alle Belastungen mal ausspülen. Sich selbst über die Schulter gucken, wie viel und wann man trinkt.Über das „wie viel ist überhaupt gesund“ habe ich letzten Mittwoch etwas geschrieben.

Ich trinke unregelmäßig. Ja, wirklich. Es gibt Tage: Bürotage, sitzende Tage, da trinke ich eine Menge Wasser…und Kaffee und Tee und Cola und Saft und Sprudelwasser….Trinken aus Langeweile? Keine Ahnung.

Dann gibt es Tage, da trinke ich dann plötzlich höchstens einen halben Liter. Normalerweise. Das wurde mir klar, als ich mich die letzten Tage an mein Pensum halten musste. Plötzlich fiel es mir auf: normalerweise würde ich heute fast nichts trinken.

Seltsame Angewohnheit. Man isst doch auch, bis man satt ist und das ist immer die Menge, die man regelmäßig isst. Und genauso, dachte ich, verhalte ich mich beim Wassertrinken. Immer irgendwie gleich. Pustekuchen.

Muss ich nicht ständig aufs Klo? Doch, zu Beginn des Projektes ging es noch, aber wenn man das Wassertrinken konsequent aufrecht erhält, dann hat das diesen wunderbaren durchspülenden Effekt, der einen ständig unterbricht. Ich kann jetzt  nicht behaupten, dass mich das nicht nerven würde, aber das war ja irgendwie auch der Sinn dahinter. Deswegen nehme ich diesen Umstand mal als gegeben hin und lasse mich weiterhin unterbrechen. So kann man sein Leben natürlich auch entschleunigen. Entschleunigung euch Toilettenpausen.

Jetzt kommt noch die Sache mit dem Leitungswasser. Ich mag eigentlich Flaschenwasser lieber. Mit ordentlich Sprudel. Das ich mir nun mein Wasser nur noch aus der Leitung hole, ist irgendwie neu für mich. Und ich muss dem politischem Lager der Wassertrinker recht geben: ist auch irgendwie bescheuert, wenn man Flaschenwasser für teure Taler kauft, um nicht das gesunde Leitungswasser trinken zu müssen. Ist ein bisschen so, als würde ich eine Kuh im Wohnzimmer halten und wäre zu faul, sie zu melken und würde statt dessen Milch im Supermarkt kaufen, von ner Kuh aus Südafrika, versteht sich. Das klingt an sich blöd, wenn man aber genauer hinschaut, geht das Konzept auf…

Aber, ohne Umschweife: Ich liebe Flaschenwasser. Mit Sprudel. Ich hatte auch schon wundervolle Pärchenstreits darüber, dass kein Flaschenwasser im Haus ist und ich mich weigerte, irgendwas zu trinken. Aus Trotz. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass der Wasserhahn reichen würde. Das verändert sich gerade. Ich bin auf den Geschmack von Leitungswasser gekommen.

3 Liter Leitungswasser am Tag 8Das Foto zeigt meiner Meinung nach minimale Veränderungen, Verbesserungen. Über Nacht ist ja auch noch keine Haut besser geworden. Ich glaube zumindest, dass es wirklich hilft. Ein furchtbares Foto als Bewies, finde ich. Voll in der Morgenmuffel-Phase. Eigentlich sehe ich netter aus. Die Nächte sind auch grad kurz und meine Augenringe lassen sich nicht vom Wassertrinken wegspülen, befürchte ich. Hier eine Skizze unseres Nachtlagers, das sich im ständigem Wechsel so ungefähr gegen 3 Uhr morgens regelmäßig so gestaltet, als allgemeine Erklärung. Das sieht jetzt als Stillleben total gemütlich aus, aber stellt euch vor: alle bewegen sich. Schlafsituation mit Zwillingen_Fotor

Was trinkt ihr denn als Wasser so im allgemeinem? Leitungswasser oder Flaschenwasser?

Vorsatz im Oktober: 3 Liter Leitungswasser am Tag

Wasserglas QuadratMorgen ist der 1. Oktober. Ein wunderbares Datum, um irgendetwas anzufangen. Der Oktober endet in Halloween. Auch wieder ein herrliches Datum, um zurückzublicken.

Meine Haut wird heimgesucht. Immer wieder ist es, als ob ich ein Teenager wäre. Pickel, Mitesser, ein Schlachtfeld. Dabei ist meine Haut nicht unbedingt wirklich schlecht. Ihr fehlt aber etwas. Sie ist so Kurz vor gut, kurz vor rein, kurz vor schön. Vielleicht liegt das auch an meinem Blick darauf: immer im groben Neonlicht des Badezimmers, kritisch und prüfend. Man kann ja immer was finden, wenn man will. Aber dennoch, meine Haut ist nicht das, was sie sein könnte. Da geht noch was.

Eine ganz simple Antwort scheint das Wassertrinken zu sein. Ich überlege und ich weiß wirklich nicht, wie viel Wasser ich am Tag trinke. An manchen Tage bestimmt 3 Liter, an manchen Tagen wohl fast nichts. Es gibt da keine wirkliche Konstante. 31 Tage scheinen mir eine geeignete Konstante zu sein. Ich nehme die Herausforderung an. 31 Tage lang mindestens 3 Liter Leitungswasser am Tag.

Mein Hauptaugenmerk ist meine Haut. Morgen werde ich nach dem Aufstehen ein Fotos von mir machen, ungeschminkt und ohne Filter. Einfach mal ein Foto vom Jetzt.
Im Laufe des Oktobers werde ich jeden Mittwoch ein Foto morgens machen und dann festhalten, wie sich meine Haut verbessert hat. (So hoffe ich!)

Ich bin gespannt.

Wie sieht es bei euch aus? Wer weiß denn so genau, wie viel man immer trinkt? Trinkt ihr genug und immer gleich viel? Habt ihr Tipps, wie ihr mehr zum Trinken kommt? Kleiner Erinnerungsmarker?

Wer macht denn mit?

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