• Medien

    Der Sommer der schlechten Bücher

    Zugegeben, ich bin kein Literaturfetischist. Ich steh schon auf Literatur, aber ganz oft lese ich Schund. Am liebsten Schund aus den Rubriken *Dystopie/ Jugendbuch/ Zombies/ everlasting love*  Nur diesen Sommer, dieser Sommer ist nur Mist dabei. Kein Wunder, dass ich hier keine Rezensionen mehr veröffentliche. Ich klappe mein kleines elektronisches Büchlein zu, seufzte und denke mir: Wat a Käse. Vielleicht habe ich auch das magische Alter der *first kiss Bücher* mit meinen 35 Sommern endgültig überschritten und das Gezeter der jungendlichen Protagonisten langweilt mich. Kann sein. Aber selten habe ich von so vielen guten Ideen gelesen, die von den Schreibern so fröhlich in den Sand gesetzt wurden. A Schand. Zeitrausch-Trilogie…

  • DIY

    Ein Quilt über Jahre, begonnen beim couchsurfing

    Öfters habe ich hier schon den Blick auf einen Quilt gelegt, der als sogenanntes UFO (unfinished object) durch die Jahre gezerrt wurde. Immer wieder weggepackt, immer wieder irgendwo heraus gekramt. Warum ist das so? Warum kann man sich von den DIY-Sachen, die man nicht beendet, nicht einfach auch mal trennen. Zack und weg. Vielleicht, weil man damit etwas sehr Unangenehmes zugeben müsste: und zwar, dass man nicht wirkliches Durchhaltevermögen hat. Dass man ein Strohfeuer ist und keine wirkliche Leidenschaft hat. Oder weil man sowas genauso aufbewahrt, wie die Skinny Jeans, die einem das letzte Mal um den eigenen Abiball herum gepasst hat: Des wird schon wieder. Eine Tages. Eines Tages…

  • Tagebuch

    Erzähl mir von… dem letzten Urlaub als Kind

    Alle wollen vorwärts kommen. Zukunft, Kind, Karriereplan. Immer geht es um das Morgen. Aber wie war dein Leben denn, als du ein Kind warst? Wie war es denn als Teenager? Erzähl mal. Larissa vom  No Robots Magazine, Roxana vom early birdy und Sabine vom fadenvogel tauschen jeden ersten Sonntag im Monat Erinnerungsstücke aus. Ein Thema – drei unterschiedliche Texte, drei unterschiedliche Frauen, drei unterschiedliche Leben. Im August werden in den meisten Familien die Reisetaschen gepackt und da sind sie auch: die digitalen Berichte über Kinderplanschbecken, die Fotos auf Facebook vom Nachwuchs am Strand, die 10 Tipps zum Reisen mit Kindern auf bloglovin. Doch wie war das eigentlich zuvor? Vor den…

  • Tagebuch

    München ist ein Dorf

    Stellt euch vor, ihr seid ein Stadtmensch. Vielleicht müsste ihr euch das auch gar nicht vorstellen. Aber ich versuche mal, präziser zu sein: Stellt euch vor, in eurer Stadt gibt es ein Viertel,in dem ihr echt lange gelebt habt. Als Student irgendwann hingezogen, verliebt, verlobt, zusammengezogen, Kinder. Das erste Jahr mit Baby. Und dann stellt ihr fest, dass ihr noch an keinem Ort zuvor so lange gelebt habt wie dort. In jenem Viertel. Mir geht es so. Ich habe die größte Zeit meines bisherigen Lebens im Münchner Westend verbracht. Dann bin ich verschwunden. Aufs Land verzogen. Nach genau einem Jahr bin ich zum Sommerfest-Picknick unserer ehemaligen Krippe wieder dahin zurück…

  • DIY,  Rabeneltern

    Riesenseifenblasen DIY

    Das Thema dieses Gartensommers lautet aber gar nicht Kamille. Für die überwiegende Mehrheit dieses Hauses lautet das Thema: Riesenseifenblasen. Nachdem wir einige Versuche mit selbstgebrauter Lauge nach diesem Rezept ausprobiert haben, haben wir uns entschieden, die Pampe von professioneller Seite zu beziehen: Peter Pat Riesenseifenblasen Die Lauge selber haben wir in verschließbaren Malereimern zusammengemischt und auch aufbewahrt. Diese Malereimer sind in jedem Baumarkt vorhanden und ursprünglich gedacht, Farbe anzumischen. Hervorragend geeignet für Seifenlauge, kann ich da nur sagen. Die Riesenseifenblasen werden traditionell mit zwei Holzstäben gezaubert, zwischen denen eine Baumwollkordel so gespannt ist, dass  diese einen Kreis (mehr oder weniger) bildet. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Die Baumwollkordel wird…

  • Tagebuch

    Im Garten: Kamille

    Gut, es ist ja inzwischen klar, dass ich kein Stadtmensch mehr bin. Eher ein Landei. Inzwischen ist mir auch klar, dass die Stadt mich nie verlassen wird. Aber das ist gar nicht mein Thema. Mein Thema heißt Kamille. Von Kamille an sich gibt es verschiedene Sorten und darunter jene, die wir auch mit der Heilpflanze verbinden. Die sogenannte Echte Kamille. Zum Frühlingsanfang habe ich aber nicht davon kleine Pflanzen ausgesetzt, sondern von ihrer Verwandten: der Römischen Kamille, die  zwischen Lavendel inzwischen ganz schön vor sich hin wuchern. Heute habe ich geerntet. Planlos wie immer, aber ich konnte den Wildwuchs nicht mehr bändigen. So habe ich die Köpfe der Blüten abgeschnitten…

  • Medien,  Rabeneltern

    Pippi, Tommy und Annika

    In der Medienerziehung meiner Jungs bin ich nostalgisch. So, als ob Pumuckl und Pippi Langstrumpf irgendwie besser wären als die Minions. Wie jede Elterngeneration vor mir versuche ich, die Helden meiner Kindheit hochzuhalten und blicke mit höchster Skepsis auf die Horde Eisprinzessinnen und die Gelbeinaugenknirpse. Mit einem Grinsen habe ich so festgestellt, dass mein einer Sohn ein ernsthaftes Auge auf Pippi Langstrumpf geworfen hat. Manchmal erwähnt er sie fachmännisch. Wenn ich zum Beispiel versuche, das Gartentor auszuhebeln und er mir mit seinen Patschehänden unterstützend zur Seite springt, sagt er Dinge wie: Jetzt brauch ma Pippi Langstrumpf.  Figuren, die ich wage von meinem eigenen Früher kenne, werden bei mir automatisch als…

  • Tagebuch

    Erzähl mir von … deiner ersten Party

    Alle wollen vorwärts kommen. Zukunft, Kind, Karriereplan. Immer geht es um das Morgen. Aber wie war dein Leben denn, als du ein Kind warst? Wie war es denn als Teenager? Erzähl mal. Larissa vom No Robots Magazine, Roxana vom early birdy und Sabine vom fadenvogel tauschen jeden ersten Sonntag im Monat Erinnerungsstücke aus. Ein Thema – drei unterschiedliche Texte, drei unterschiedliche Frauen, drei unterschiedliche Leben.  Meine erste Party. Wann war meine erste Party? In meinem Kopf haben wir uns irgendwann zwischen Partykellern, Kinderzimmern und Schrebergartenhütten hin und herbewegt. Mit Apfelschnaps, Flaschenbier und Zigaretten. Vielleicht auch nur mit Apfelschnaps. Vielleicht saßen wir auch am Ufer der Isar. Blass, grau und frei. Ich…

  • Ernährung

    Sophia Thiel: Abgebrochen

    Bei Sophia Thiel geht man durch 3 Phasen durch. Es steigert sich die Anzahl der Kohlenhydrate und es steigert sich die Intensität des Trainings. Alles halb so wild. Trotzdem habe ich aufgehört. So ein Aufhör-Prozess ist ja schleichend. Zuerst hörten die Videos auf. Mir war das alles viel zu pink, viel zu Mädchen, viel zu lange. Zu Beginn jedes Videos wird erst minutenlang die Übung erklärt – mit neumodischen Elektrosound und Sophia Thiel in Großaufnahme. Das nervte mich am meisten. Anschalten, loslegen aber halt, erst warten, denn: zuerst ewige drei Minuten auf Sophia Thiel starren und warten. Bin ich eine Mimose? Keine Ahnung, aber ich glaube, dass mir Detlef D.…