• Tagebuch

    Bad Tölz … unerträglich schön? …erste Stadtgeschichten

    Es hat sich ausgebadet in Bad Tölz. Tölz ist eine alte Stadt, aber das *Bad* im Namen hat sie erst seit 1899. Mitte des 19.Jahrhunderts wurden Jodquellen gefunden – eine Goldquelle in Zeiten der Kurkultur. In den 70ern kam der Spaß dazu. Das Alpamare. Vielen ein Kindheitsbegriff. Für alle, die es nicht kennen: Das Alpamare ist ein Spaßbad, mit Rutschen und Wellenbad. Doch dem Badeparadies geht es seit langem schlecht und so schließt es seine Tore dieses Wochenende. Epochales Ende. Das Video zeigt ein paar Ausschnitte zum Alpamare und der Stadtgeschichte, allerdings ist die Geschichte des Jodquellenhofes hier zu eindimensional erzählt. Der Jodquellenhof ist das angrenzende Hotel des Alpamares. Im…

  • DIY

    Nightingale Socks …total übertrieben

    Wenn ein Strickprojekt scheitert, dann bin ich erstmal frustriert. Aber man nimmt auch nicht 10 kg ab, während man ein Kleidungsstück für sich strickt. Obwohl ich selbst an mir keine Veränderung sehe, so ist es doch so, dass einige Sachen plötzlich nicht mehr passen oder wieder passen. So ist es  diesen Socken ergangen. Sie waren von Haus aus schon groß, aber jetzt sind sie zu groß. Ich habe mich in Rage gestrickt und nicht mehr aufgehört. Irgendwann die Anleitung vernachlässigt und jetzt habe ich Overknees in Größe 52. Das ist frustrierend und auch nicht, denn eine Abnahme ist ein Erfolg für mich. Die Auswirkung auf die Socken ein Misserfolg. Gemischte…

  • Tagebuch

    Abschied von München

    Nun sind wir weg. Weg aus München, raus aus der Wohnung. Der Abschied war kurz. Mit sonnigem Wetter die Straße entlanggefahren und abgebogen. Mein Kiez mit der Stadtbibliothek und dem Verkehrsmuseum, der Westpark und der Grieche um die Ecke. Ich kannte die Menschen hier. Die Zufälligen. Und man hat mich gegrüßt, ein Pläuschchen gehalten, die Kinder zusammen spielen lassen. Ich mag München wirklich. [soundcloud url=“https://api.soundcloud.com/tracks/163278986″ params=“auto_play=false&hide_related=false&show_comments=true&show_user=true&show_reposts=false&visual=true“ width=“100%“ height=“450″ iframe=“true“ /] Aber mein Herz weint nicht. Die Anmeldung in Bad Tölz hat genau 10 Minuten gedauert. Da lacht man als Münchner bisschen, wenn man sich erinnert, dass man für die Abholung eines Reisepasses gerne mal einen Vormittag einplanen musste. Die Beamtin…

  • Medien

    Alles will episch werden. – Kommentar zum Feuilleton

    Ich habe ein Abo der Süddeutschen Zeitung gewonnen. Großartig. Unendliches Papier. Gut, wenn man wie ich umzieht. Jetzt habe ich heute doch mal durchgeblättert. Die Zeitung als  Zeitung gelesen. Ich lese täglich Zeitung, aber nur digital, in youtube verpackt, in Newsfeed sortiert. So eine gedruckte große Zeitung kann einen schon nostalgisch stimmen. Längst sind ja Zeitungen handlicher geworden und haben sich verkleinert, sind handtaschengroß. Die Süddeutsche ja nicht. Da kann man seine eigene weltoffene Wissbegierde noch mit ordentlichem Rascheln untermalen. Unter Studenten wurden Zeitungen auch manchmal gesammelt, als Indiz für den eigenen Intellekt. Ich kenne jemanden mit seinem eigenem kleinen Archivstapel. Der erste Artikel, dem ich eine Chance gebe, ist…

  • Ernährung

    Rezept: Semmeln vom Vortag aufbrauchen oder Das Semmelei

    Mein Blog beschäftigt sich ja manchmal mit Ernährung. Die 3-Liter-Wasser-am-Tag-Challenge mit meinem Bericht über den Monat konsequentes Leitungswassertrinken. Oder meine vegane Zeit, oder meine Erfahrung mit 10wbc (deren Konzept mich bis jetzt 10 Kilo leichter gemacht hat) Ich habe nämlich grad Pause und essen zwei Wochen nur echte Kalorienbomben. Umzug ohne Döner und Pizza geht nämlich nicht. Normalerweise schreibe ich ja wenig über diese Pausen, aber heute mache ich mal eine Ausnahme und stelle euch ein gutes Rezept vor, dass ordentlich Grundlage für alles Mögliche bietet und nebenbei noch Semmeln vom Vortag aufbraucht. Das ist freilich nicht meine Idee, sondern etwas, was ich mal irgendwo im Netz gesehen habe…schmeckt und…

  • Tagebuch

    Flüchtlingselend vor der Haustür

    Wir sind am Ausräumen, Wegräumen, Einpacken und Sortieren. Ich habe ganze Kisten voller Sperrmüll, so denke ich zumindest von den alten Kissen, den Matratzen der Kinder, den ausgebrannten Pfannen und den angeschlagenen Vasen. Ich befreie mich und wie es in diesem Viertel üblich, stelle ich die brauchbaren Sachen nach draußen. Klar, die Matratzen der Kinder nicht. Die nimmt eh keiner mit. Mit der Zeit werde ich mutiger und lege jetzt doch die Kissen in einen Karton vor der Tür. Zwei Frauen und ein junger Mann nehmen sich die Kissen schnell. Der junge Mann ist ein halb ausgewachsener Teenager, er sieht gut aus. Ich stelle gerade eine neue Kiste ab und…

  • Rabeneltern

    Abschied von der Kinderkrippe

    Vor zwei Jahren habe ich meine Zwillinge in eine Kinderkrippe gebracht. Heute war ihr letzter Tag dort. Die Praktikantin hat geweint. Zeit für einen Rückblick. Blackbox Kinderkrippe. Keine Ahnung, wie andere das empfinden, aber ich fand es nicht so schlimm, meine Kinder in fremde Hände zu geben. Ich hatte schnell Vertrauen in die Erzieher. Ich fands eher komisch, dass sie jetzt neue Dinge entdecken und ich bin nicht dabei. Bis jetzt habe ich immer anderen Erwachsenen von den Eigenschaften und Vorlieben meiner Kinder erzählt und plötzlich ist es anders herum. Das erste Mal hängen Geburtstagskalender mit ihren Namen an der Wand, sie haben Becher mit Namen und der Raum dort…