• Medien,  Tagebuch

    waiting for silence: facebook

    Auf Facebook habe ich 163 Freunde. Laut einer Studie liege ich damit mit meinem Alter unter dem Durchschnitt. Der allgemeine Durchschnitt ist 342, bei 5000 hört Facebook auf. Es kann nie einen 5001 Freund geben. Ich bin bei 163. Darunter sind Menschen, die ich das letzte Mal auf der Abiturfeier gesehen habe. Keine Freunde also, sondern ein Stück zurückgelassene Identität. Vielleicht habe ich auch mit manchen von ihnen nie wirklich gesprochen. Ich bin in verschiedenen Gruppen: in einer Gruppe ist die Abiturklasse und die Jahrgänge der Schule, die anderen Gruppen sind lokale Tipps, ein Flohmarkt müsste auch darunter sein. Ich habe verschiedene Seiten geLIKEt: Autorinnen, eine Heimwerkerseite aus Australien, die…

  • Ernährung,  Tagebuch

    Minimalismus leben – die ersten Schritte

    Seit langem habe ich einen Traum. Eigentlich ist es ein Alptraum. Meine Wohnung brennt ab. Manchmal gehe ich in Gedanken durch, was dann alles verloren gehen würde. Am schlimmsten finde ich immer Zeugnisse und Papiere. Da stelle ich mir die Widerbeschaffung aufwendig vor, oder Karten: Bankkarten, Kreditkarten, Pässe. Dann kommen manchmal die Erinnerungskisten. Bilder, die noch undigital sind. Gegenstände von früher. Bücher, ich habe eine ganze Wand voller Bücher. Stoffe und Nähwerkzeug. Meine Kochbuchsammlung oder meine Nähbuchsammlung. Zwei Nähmaschinen, die DVDs. ich gehe meinen verbrannten Besitz durch und fühle mich nicht wie in einem Alptraum, sondern wie in einem Traum. Ein befreiendes Gefühl durchflutet mich bei dem Gedanken an den…

  • Medien

    Enujaptas Fluch von Celeste Ealain

    Enujaptas Fluch ist mein zweiter Roman von Celeste Elaine, diesmal freiwillig angeklickt und im vollem Bewusstsein geklicktkauft…und bereits gelesen. Ja, diese Bücher sind schnell durch, haps und weg. „Ich bin das Ende“ wurde ja unfreiwillig in mein kindle gespült und es hat sich ja bekanntermaßen gelohnt. Nun aber zu Enujapta. Die Welt, die dort entworfen wird, erinnert stark an Avatar. Ich habe die Wesen auch immer in blau gesehen, auch wenn Celeste mir weismachen wollte, sie wären grün. Im Generellen pocht man ja auf Authentizität. Celeste hält aber nicht hintern Berg damit, dass sie von Avatar inspiriert worden ist. So what, dann ist das halt bisschen wie fanfiction zu sehen.…

  • Tagebuch

    Tori Amos – Konzert in München

    Heute Abend – ganz still und leise – wird Tori Amos in München auftreten. Im Gasteig – eher ein unsexy Ort für Konzerte. Was ist mit der Muffathalle? Feierwerk? Oder war ich zu lange on, um nicht mehr zu wissen, was man off so macht. Oder wo man so hingeht. Gerade habe ich vom Apfelgott das neue Album geklicktkauft und es läuft während ich hier schreibe. Eigentlich wollte ich nicht vorher reinhören, sondern mich heute Abend ganz drauf einlassen. Jetzt bin ich aber froh. Es passt. Für mich schließt sich heute Abend ein alter Kreis, denn ich erinnere mich an Tori Amos vor allem zwischen 1997 und 2001. „From the…

  • Medien

    Ich bin das Ende von Celeste Ealain

    Bei diesem Buch habe ich mich verklickt, das heißt nicht ICH habe mich verklickt, sondern kleine Menschen, die mit meinem kindle unbeaufsichtigt gespielt haben. Klick, klick, klick, vielen Dank für Ihren Einkauf. So ein Mist, dachte ich zuerst, und in meinem Wahn, alles aufzubrauchen und nichts zu verschwenden, habe ich es dann doch gelesen. Celeste, Celeste, Celeste! Der Hinweis, dass dieses Buch nicht für unter 16jährige geeignet ist, sollte man ernst nehmen. Es hat mir bei einer ganz bestimmten Stelle wirklich die Schamesröte ins Gesicht getrieben. Aber, wenn man halt immer Teenagerliteratur gewöhnt ist, so wie ich, der ist bei erotischer Literatur echt aus der Fassung zu bringen. Allein das…

  • Medien

    „Zwischen ewig und jetzt“ von Marie Lucas

    Ich kann jetzt eigentlich gar nichts dazu sagen. In dem Buch steht über die Autorin folgendes:“ Marie Lucas liebt Geheimnisse, Schlittschuhlaufen und ihren Hund. Sie lebt in Berlin und Hannover, schreibt ihre Bücher aber am liebst in einer kleinen Hütte irgendwo in den Bergen.“ ….während sie mit ihren Eltern in den Sommerferien ist. Marie Lucas ist nämlich 12 Jahre alt, so denke ich es mir zumindest. Und sie findet alles an Jungs und Mädchen wichtig, was Zwölfjährige wichtig finden. die Art, wie sie sich anziehen, wie viel Geld sie haben, wo sie wohnen und wie sie ihre Haare tragen. Dazwischen gibt es eine kleine Geistergeschichte, die sich absolut nicht hält.…