Jahr: 2013 (Seite 1 von 2)

Vintage Bolero

Retro Rogue So, nun doch nochmal ein kurzes Vorstellen eines schnellen Strickanfalls. Von ravelry unter Retro Rogue von Anika St.Louis für umsonst zu haben, ist dieser kleine Bolero entstanden. Mit großen dicken Nadeln runterzunadeln. Die Wolle in einem Laden um die Ecke von Rico Design. Rico Design hat eigentlich überhaupt nicht meine Wolle. Zu bunt und zu sehr 80er. Aber für den Bolero wirken die Farben passend – bisschen melancholisch und dunkel. Es ist beim Stöbern auf ravelry auch manchmal schwierig, die passende Wolle in Deutschland zu finden, wenn das Design aus den USA kommt. Der Boöero ist aber echt gut geworden. In einem Stück zu stricken und dann näht man die Ärmel zu und verbindet Anfang mit Ende. Kann man eigentlich gar nicht gut erklären, erst wenn man das Teil fastfertig hat, ergibt die Anleitung Sinn….

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The Looking Glass Sweater

20131110-211441.jpgIch bin gern auf ravelry unterwegs, ich suche nach Ideen, schaue mir die stolzen Fotos der Frauen dort an, meistens in den Spiegel geschossen. Im Hintergrund ein Einblick in fremde Leben. Wenn es kälter wird und ich mehr und mehr Lust auf Wolle und Stricken habe, wird die Suche immer konkreter. Stricken ist echt eine Saisonleidenschaft. Und ich mache jedes Jahr denselben Fehler: eine Stricksache bleibt übrig, denn der Sommer kommt letztendlich doch. Heute am Martinssonntag sah es aber so aus, als ob es noch Monate dauern würde. Und so wage ich mich nach anfänglichem Strickgeplänkel bestehend aus Mütze und Bolero an den Looking Glass Sweater. Ich habe von Drops Design eine weiche Merinowolle gekauft, in schönem saftigem Grün und Hellgrün. Meine Mutter hat bisschen die Stirne gerunzelt wegen dem Design, mein Mann hat auch nichts konkretes dazu gesagt. Ich denke, ich bin die Einzige mit Begeisterung. Spießig, ist mal äs Wort gefallen. Ich habe schon versucht, die Wolle in einem anderen Projekt unterzubringen, aber mein Bruder hat mich schließlich back on track gebracht. Wieso auf andere hören, bei dem, was man strickt? Das ist ein Hobby, eine Fernsehbeschäftigung, eine Teebegleitung. Die Wolle soll sich gut in der Hand anfühlen, das Muster soll interessant sein und einen weiterbringen. Es ist völlig egal, was andere davon halten. Es ist völlig egal, ob es was bringt oder irgendwie nützlich ist. Es soll gar nichts sein. Und mir gefällt das Looking Glass.

Hot Pants mit japanischer Stickerei

20130708-215517.jpgShasiko – kleines Reiskorn – ist eine Sticktechnik aus lauter Vorstichen mit dickerem Garn. Im alten Japan wurden damit Kleidungsstücken mit geometrischen Mustern verziert. Es sollte an Reiskörner erinnern. Ich hatte vor Jahr und Tag die Ehre, einen Kurs von Susan Brisco zu diesem Thema zu besuchen. Briscoe ist eine britische Quiltkünstlerin mit klaren Hang zu japanischem Design, eine stille, freundliche Frau mittleren Alters. Sie hat einen Haufen wirklich wunderschöner Bücher geschrieben. Gerade die Verbindung zwischen dem japanischem und dem amerikanischem Stil interessiert mich, wurde bereits hier mal versucht, umzusetzen.

Ich habe heute eine alte Jeans genommen, die Beine abgeschnitten, den Schnitt begradigt mit einer Overlocknaht und dann das alte Shasiko- Garn herausgekramt und ein bisschen gestickt.

T-Shirt im Zwillingslook

Nachdem ich zehn Jahre Patchwork gebraucht habe, um eine Baumwollstoff-Restekiste zu füllen (ok, ohne die berühmten UFOs, aber immerhin), habe ich gefühlte fünf Minuten gebraucht, um im Jerseyrausch Kinderstoffe und Kleidungsstoffe zu horten. Von meiner Kollektion Strickbündchen will ich gar nicht sprechen. Regen, Regen Regen….Schnitt, Schere, Overlocknaht, Bündchen,T-Shirt.

Der Schnitt: Miss-Poppins

Sehr klassisch, einfach, aber eines kann ich als Ratschlag mitgeben: Wenn man die Länge des Strickbündchens nicht so ernst nimmt, wird man mit Wellenschlag bestraft. Wellen ergeben sich gerne, wenn man Stoff unterschiedlicher Qualität verbindet, und beim Bündchen eh.
Absteppen der Nähte hilft nichts, ist auch eher unsinnig für Jungs, da das Shirt dann durch die Wellen sehr rüschelig wird und damit mädchenhaft wirkt.

Der Stoff:

Wolken von Lillestoff oder Znok Design
Superhero von der Hamburger Liebe

Die Hamburger Liebe ist mir noch nicht so untergekommen. Es gibt einen Blog der Designerin! Wie schön, tatsächlich eine Liebesgeschichte mit Hamburg und einem Hamburger Männe! Immer wieder kommt mir das Design unter, in den Läden oder im Netz. Im Allgemeinem finde ich aber, dass viele Muster mir ein bisschen zu graphisch sind und ein bisschen zu Sixties.

Bei Zwillingen kann man ja nicht alles gleich gleich machen, aber im bekannten Reverse sieht man die Zusammengehörigkeit ohne Wiederholung.

Und ab damit zu (mit Klick aufs Logo zum Jungsmamanähglück)

Made4boys

Made4boys

Sonnenrad aus Jelly Rolls mit einem 9 degree ruler

Das war ein Spaß mit dem Ding. Ohne Ziel habe ich mal die Steifen aus einer sehr sehr dicken Jelly Roll zusammengenäht.

Danach wurden die zusammengenähten Steifen mit einem 9 degree ruler, eigentlich für einen Spicy Spiral table runner einst angeschafft, geschnitten und zwar so platzsparend wie möglich. Ein Tortenstück mit der breiten Seite ist neben einem Tortenstück genau umgekehrt geschnitten.

Dann habe ich mir mal angesehen, was daraus wird. Und es ist ein Kreis. Leider nicht ganz eben in der Mitte, daher habe ich eine Sonne darauf appliziert. Der absolute Applikationsguru ist Claudia Geiser, die in Münchner Westend einen netten kleinen Laden hat. Sie ist superpräzise und von ihr kann man echt was lernen. Vor allem Applikationen sind ihr Steckenpferd. Von ihr habe ich nun endlich die richtige Technik mit dem Bügelpapier und dem engen Zickzack – Stich gelernt und in in meinen Sonnenrad umgesetzt.

Machinengequiltet ganz nach dem Ratschlägen von Patricia Bussemeier, die einen Kurs auf den Patchworktagen in Rüdesheim 2011 gegeben hat. Alles, was man so vorzeichnen kann mit Papier und Bleistift, das kann man auch quilten. Transporter raus und einfach mal machen. Buchstaben wie Schreibschrift – l oder -e eignen sich gut. Das richtige Garn ist aber auch entscheidend. Dieses hier ist von Amann.

Der Rand mit Schrägband per Hand angenäht.

 

Patchworkdecke aus der Restekiste

Ich liebe japanisches Design: klar, rein und reduziert. Bei der Recherche zu der Kesa habe ich einiges gelernt. Ein Rahmen verbindet Stoffe, die nicht zusammenpassen. Wenn dieser Rahmen auch noch eine Ordnung wiedergibt – sieht es so aus, als ob nie was anderes geplant war. In Wahrheit war an diesem Quilt nichts geplant. Die Stoffe stammen ausschließlich aus Resten: Röcke, die sich meine Mama in ihrer Rockphase genäht hat. Andere Quilts, UFOs, nur der schwarze und der weiße Stoff sind gekauft. Bisschen gefüttert und ein Quilt kommt aus der Restesammlung. Ich finde Restequilts immer sehr ursprünglich. So war das ja mal am Anfang gedacht mit dem Patchwork.

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Strick den Sommer herbei….

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Stricken ist saisonal, nur endet die Saison laut Wetterbericht irgendwie nicht. Eigentlich bin ich kein Fan von Sommerstrick, aber man kanns ja versuchen…vor allem, wenn die ersten Osterglocken von Schnee bedeckt werden.

Garn: Lana Grossa Groove

Vorlage kommt vom Sommerheft 2013 von Lana Grossa mit dem malerischen Titel
Kastenpulli im Wellenmuster

 

My Greensleeve boy

Die Ärmel wurden eingenäht, die Seiten geschlossen. Der Pullover ist fertig. Ich habe den Pullover von Haus aus länger gemacht und dennoch ist er grad so lang genug. Drops Design liefert eine gute Beschreibung, gut, wenn man Basics machen möchte. Die Wolle Eskimo kann man bedenkenlos im Internet bestellen, ist allerdings ein ziemlich warmer Pullover. Schwere und warme Schurwolle. Winterschön.

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Morgenstunde by Annette Danielsen

MorgenstundeZugegeben, ihr Buch ist wunderschön. Allein der Titel der Strickmustersammlung: „Stricken für Zeitvergesser. Raffinierte Muster inspiriert von der Schönheit des Alltäglichen“! Und so ist es auch: Eine Jacke heißt ‚Flieder‘, ein aufgeblühter Flieder daneben. Oder das ‚Süße Wochenende‘ als Mütze mit Schal, daneben in ähnlichen Farben einen Haufen Lakritze. Und dann auch ‚Morgenstunde‘, im Original Rot und mit dem Bild einer aufgebenden Sonne über Wasser abgedruckt. Zeitvergesser ist ein guter Titel: Man muss nämlich die Zeit vergessen, die man daran strickt. Ein Ewigkeitswerk. Die Wolle: grob, naturnah und dünn. Isagar Twinni, nennt sich die hauchdünne Merinowolle. Ich stand vor Jahr und Tag in Murnau im Strickpunkt, einem Lädchen mit lauter Regalen seltener Wolle. Na ja, selten ist relativ, kommt darauf an, von wo man kommt. Für mich ist alltäglich die italienische Wolle. Der Laden blickt nach Norden. Von Murnau aus weit in den Norden. Aber auch bis nach Japan. Jaja, japanische Garne gibt`s auch. Der Laden ist ganz weiß, wie eine Schneekugel und in den Regalfächern liegen bunte bunte Sachen. Ich bin ja mit Verlaufswolle an mir immer ein bisschen überfordert, aber ich verstricke sie gerne. Vielleicht sollte ich mich doch nochmal mehr mit den Sockenstricken beschäftigen. Ist ja bekanntlich kürzer. Morgenstunde hat mir nämlich den Schlaf geraubt. Runde um Runde um Runde. Am Ende hatte ich dann das Gefühl, das Stück ist doch zu klein, aber die Wolle hat sich dermaßen ziehen lassen beim Spannen..Wahnsinn. Jetzt trage ich es gar nicht so oft. Man braucht schon eine Hutnadel, um es vorne zu verbinden. Jedesmal, wenn ich ein Baby hochhebe, dann muss ich die Nadel abnehmen. Mach ich nicht. Trag ich also nicht. Na ja, noch nicht.

Nachtrag…..eine Katastrophe, wenn das Teil doch in die Wäsche gerät…..Morgenstunde eingelaufen

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