10wbc Bericht Woche 3 *Du und ich. Wir trainieren jetzt zusammen*

Header 10wbcNach zwei Wochen Ernährungsumstellung kommt jetzt der Teil mit der Fitness. Noch ein paar Erkenntnisse zu der Ernährung und für wen dieses Programm etwas ist und für wen eher nicht.

1. Die Sache mit den Eiern.

Frühstück bedeutet Eier essen. Das ist mir zu Beginn richtig schwer gefallen. Ich habe erst ein paar Anläufe gebraucht, um „meine“ Form der Frühstückseier zu finden. Ich kann mehr Spiegeleier essen als weichgelochte Eier. Wer also keine Eier mag, der wird hier nicht glücklich. Wer Eier so bisschen mag, der wird sich wohl am Ende daran „überessen“. Ich bin inzwischen echt gewöhnt dran, allerdings würde ich am *load-Tag* Also dem Tag, an dem ich alle industriell hergestellten Zuckerschweinereinen in mich reinstopfen darf, nie und nimmer Eier zum Frühstück essen.

2. Die Sache mit dem Vegetarismus

Das ist ein Programm für Fleischesser. Das Fehlen von Mehl, Milchprodukten, Sojaprodukten und Obst macht es für den Vegetarier echt schwierig und ich habe am Sonntag in einem blinden Wahn tatsächlich meine ersten Spaghetti Bolognese seit über einem Jahr gegessen. (Bolognese ist eine alte Geschichte bei mir. Ich bin mal echt pleite gegangen und habe mir dieses Gericht nicht mehr leisten können. Das war eine wirkliche Erfahrung für mich und seitdem gehört dieses Gericht für mich zu meinen Freiheitselementen. Ich habe es mit dem Vegansein gestrichen, aber am Sonntag kam die Lust darauf mit Wucht zurück.)

Ich stehe im Moment also auf Kriegsfuß mit der Fleischlosigkeit. Lese ich alte Beiträge durch, schien ich sehr gefestigt und mein Ekel und meine Assoziation „Leichenteile“ schlug sich durch bis in die letzte Nudelsuppe, aber inzwischen ist das nicht mehr so. Ich bin ehrlich überrascht. Ich kann mir zwar immer noch nicht vorstellen, ein ganzes Fleischstück zu essen, aber Hackfleisch geht…irgendwie absurd.

3. Die Sache mit dem Sport

Diese Woche habe ich mein erstes Training mit Detlef absolviert. Zuerst war ich bisschen überfordert mit der amerikanisierten „Du und ich. Wir machen das.“ – Einstellung. Ich bemerke, dass ich eine andere Sozialisierung in meinem Leben durchlaufen habe und diese Vereinfachung der Ansprache und dieses „Just do it“ erstmal blöd finde. Aber ich habe mich in meinem Kopf freigemacht und alle meine Intellektuellen Hühner in den Stall verbannt und da gaggern sie weiter, während mir Detlef erklärt, was richtige Kniebeugen sind. Die beiden Videos sind kurz, gute 10 Minuten pro Sporteinheit. Aufwärmen, 3 Übungen und dann nochmal eine Wiederholung des Ganzen und dann Dehnen. Easy-Peasy. Dacht ich. Inzwischen plagt mich ein Muskelkater in den Oberschenkeln und ich frage mich, wie unsportlich ich eigentlich bin. Ich habe zwei Kinder und wäre davon ausgegangen, ich fahre viel Fahrrad, ich klettere auf Spielplätzen herum, ich bin im Leben und sportlich. Aber vielleicht stehe ich doch eher mit meinem Cappuccino togo unten am Klettergerüst und mache Photos mit der Handykamera von meinem sportivem Nachwuchs, als selber so trainiert zu sein.
Das Beste an dem ganzem Sportding: Danach darf man einen MOB zu sich nehmen. Was genau ein MOB ist? Ein Milch-Obst-Baustein. Mein MOB war ein Himbeershake und ein Heidelbeershake. Für mich als alten Obstesser ein relativ realistischer Antrieb, doch ein bisschen mitzuturnen…

Bei allem Negativem und Herumgeunke, dass ganze Programm wäre etwas für die *BILD*leser mit Hang zur Bratensoße (so dachte ich zumindest von 10 weeks body change), muss ich gestehen, dass ich das Ganze – so banal es klingen mag – doch irgendwie schlüssig finde. Sie teilen das große Ziel des Abnehmens und des Sportes auf in ganz viele kleine Zwischenziele und damit hat man halt keinen Berg vor sich, sondern nur noch kleine Hügel. Klar, wird man von 20 Minuten Sport in der Woche nicht zum Fitness-king, aber es ist ein Anfang und irgendwie muss man ja anfangen. Gerade der Einstieg fällt trotz seiner Banalität vielen Menschen schwer. Einfach mal was machen. Dabei bemerkt man sehr sehr lange nicht wirklich eine Verbesserung. Würde man mir die Punkte, die ich bis jetzt so einhalten habe, einfach so erzählen. Ich könnte das schon auch ohne dieses Programm machen – aber würde ich das tatsächlich 10 Wochen lang durchziehen? Wohl eher nicht. Viel zu schnell würde ich wieder die Flinte ins Korn werfen und zu meinen alten Gewohnheiten zurückkehren. Vielleicht würde ich auch einmal in meinem Wohnzimmer vor meinem Fernseher herumturnen, aber doch wohl nicht so kontinuierlich. Das ist wohl das große Geheimnis.

Mein Ergebnis von Anfang bis jetzt: -2,7 kg

Das hört sich für mich erst mal nach wenig an, aber gleichzeitig auch nach „gesundes abnehmen“. Ich bleibe gespannt.

4 Kommentare

  1. Also -2,7kg finde ich nach 3 Wochen absolut gut. Wie du schreibst: hört sich gesund an, nicht nach diesen Crash-Diäten.

    Ob das ernährungsmäßig was für mich wäre, weiß ich nicht – ich HASSE Eier. Ich verwende sie eigentlich nur beim Backen, sowas wie Frühstücks-, Spiegel- oder Rührei gibt es hier quasi nie.

    Bin weiterhin gespannt wie es weitergeht und wünsche viel Erfolg und Spaß! :)

  2. Was mich an der ganzen Sache immer noch verwirrt: Ist es nicht super ungesund, so viele Eier zu essen? Also, ich esse gerne Eier, aber bisher habe ich es immer auf maximal drei Eier pro Woche beschränkt, weil ich dachte, das wäre sonst total ungesund? Aber ich weiß auch nicht genau, warum eigentlich. Wegen dem Cholesterin oder so?

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