Medienkonsum bei Kindern: vielleicht mehr WAS als weniger WIE LANGE

Öfters schon habe ich hier über meine Kinder gesprochen. Über Schlafgewohnheiten oder Ipad-Nutzungen und Iphones. Dieser ganze Technikkram schient sowieso einer der Herausforderungen unserer Zeit zu sein. Vor allem, wenn es um Erziehung geht. Meine Kinder werden jetzt dann 5 Jahre. Wie viel Technik sollte ein 5jähriger kennen?

Ganz ehrlich – ich glaub, dass kommt auch auf das Kind drauf an. Es gibt Kinder, die sind vom Internet genauso beeindruckt wie unsere Generation von Flugzeugen  – mei, schon schön, aber war doch schon immer da. Schulterzucken. Und es gibt Kinder, die setzen sich vor Fernseher, Tablet oder Handy und sind total fixiert. Zombiebabys. Unansprechbar. Großes Geheule, wenn das Ding wegkommt.

Bei Zwillingen ist es ja das Schöne, dass man meistens verschiedene Varianten von Kindergehabe hat. Gleichzeitig. Ich hab einen kleinen Medienjunkie und eine gemütliche Hörbuch-Kinderbuch-Ausgabe.

Diese beiden zusammenzubringen, wird alle paar Monate mal ausdiskutiert. Es ging von totalem *Es gibt kein Ipad unter der Woche* bis zu *Spielen auf dem Ipad mit Papa abends*. Von *Ein Film am Sonntag* zu *mal abends vor dem Fernseher lümmeln*

Im Moment geht es mir immer weniger um das *Wie lange* sondern eher um das *Was*. Vor allem, weil sie bei schönem Wetter wirklich den ganzen Tag draußen sind. Und da ist es eher so, dass ich zusehe, dass sie dann gegessen haben und Zähne geputzt sind, bevor sie irgendwo in einer Couchecke einschlafen.

Jetzt gibt es natürlich viel Mist am Vorabend. Aber vielleicht sollte man mal auf die Nischenprogramme gucken. Arte, zum Beispiel. Arte zeigt gegen halb sieben meistens irgendeine Naturdokumentation. Große Walfische im tiefblauen Meer mit einer beruhigenden Erzählerstimme. Und zack, mein Hörspiel-Kind pennt schon.

Es gibt auch schöne Regionalsender. In Bayern den Bayerischen Rundfunk mit sehr gemütlichen Abendprogrammen. Da gehts dann um irgendwelche Marathonläufe oder so.

Ich wollte damit nicht sagen, dass meine Kinder jetzt nur naturnahe Dokus ansehen. Sie kennen den ganzen Kinderquatsch und natürlich sehen sie sich das an. Manchmal schnappen sie sich das Ipad und gucken am Samstag morgen. Gut, ist halt so. Passiert auch nicht immer. Passiert aber auch.

Vielleicht muss man als Eltern auch einsehen, dass es bei Thema Medien keinen Status quo gibt, sondern es immer im Fluss ist. Und vielleicht sollte man auch zulassen, dass man sich auch auf ne Couch kuscheln kann und einen Walfisch beobachtet. Auch wenn man lieber seine Crime-serie guckt. Kompromisse können vielfältig sein.

 

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